Sinsheim ist Teil der Interkulturellen Woche 2026
icon.crdate20.08.2026
Zum vierten Mal beteiligt sich die Stadt Sinsheim an der bundesweiten Interkulturellen Woche. Aus dem Kern-Vorbereitungsteam, bestehend aus Mitarbeitern von Diakonie, Caritas und Stadtverwaltung ist inzwischen ein Verbund mit weiteren Partnern wie z.B. dem Verein Alte Synagoge Steinsfurt und dem Rat der Religionen gewachsen.
Verschiedene Programmpunkte sind geplant
Zum vierten Mal beteiligt sich die Stadt Sinsheim an der bundesweiten Interkulturellen Woche. Aus dem Kern-Vorbereitungsteam, bestehend aus Mitarbeitern von Diakonie, Caritas und Stadtverwaltung ist inzwischen ein Verbund mit weiteren Partnern wie z.B. dem Verein Alte Synagoge Steinsfurt und dem Rat der Religionen gewachsen. Innerhalb der bundesweiten Themensetzung „Dafür!“ erarbeiten die Sinsheimer Mitwirkenden stets eigene Schwerpunkte. Im vergangenen Jahr waren es die Geschichten der beiden Tagebuchschreiberinnen Edith van Heesen und Anne Frank.
Die Sinsheimer lenken dieses Jahr die Aufmerksamkeit auf die in Sinsheim vertretenen abrahamitischen Religionen. Darunter versteht man alle Religionen, die sich auf den gemeinsamen Stammvater Abraham beziehen. Judentum, Christentum und Islam tun dies, später hinzu kam das Bahà’i-tum, das ebenfalls in Sinsheim vertreten ist. Gemeinsame Wurzeln führen zu überraschenden Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen. Gleichzeitig gibt es Unterschiede in der Geschichte. Während das Sinsheimer Judentum in der Nazizeit vernichtet und aus dem Stadtbild verdrängt wurde, kam der Islam in der Gastarbeiter-Zeit mit den Arbeitsmigranten nach Sinsheim. Die Ausübung der christlichen Religion hat sich über die Zeit ebenfalls mehrfach verändert und ausdifferenziert.
Eine exklusiv für Sinsheim entwickelte Ausstellung zeigt sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Veränderungen in der jeweiligen Geschichte auf. Zu sehen ist dieses spannende und nicht alltägliche Sinsheim-Portrait ab dem 25. September einen Monat lang im Stadtmuseum im Alten Rathaus. Weitere Erläuterungen und Details bietet der Einführungsvortrag zur Ausstellung am Donnerstag, 24.09.26 ab 18:00 Uhr am gleichen Ort.
Doch damit nicht genug. Einen unterhaltsamen Zugang zum Judentum bietet das bubales-Puppentheater mit gleich zwei Aufführungen am Sonntag, 27.09.26 im Jugendhaus in der Lilienthalstraße 7. Am Nachmittag um 15:00 Uhr lernen Kinder die „Koscher-Maschine“ und ihre Geheimnisse kennen. Am Abend um 19:00 Uhr wird es am gleichen Ort kabarettistisch bei „Politisch koscher!“ für Erwachsene. Eintrittskarten für die Theater-Aufführungen können bei der Tourist-Info erworben werden.
Weitere Einblicke bietet während der Interkulturellen Woche die religionspädagogische Medienstellen in der Pfarrstraße 10. Dort können Bücher und Infomaterialen zu den abrahamitischen Religionen gesichtet und kostenfrei entliehen werden.
Am Donnerstag, 01. Oktober findet ab 13:30 Uhr ein Workshop mit Dr. Fabian Freiseis zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Judentum, Christentum und Islam statt. Bei dieser Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten, genauso wie für den Besuch der Heidelberger Synagoge am Abend des gleichen Tages.
Am Samstag, 03.10.26 kann man sich am Tag der offenen Moschee zwischen 14:00 und 17:00 Uhr in der DITIB Moschee, Gutenbergstraße 4, durch die Räumlichkeiten führen lassen, viele Fragen stellen und kleine türkische Köstlichkeiten probieren.
Einen Tag später findet der ökumenische Erntedank-Gottesdienst um 10:30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche statt. Bei gutem Wetter wird auf dem Kirchplatz gemeinsam gefeiert. Veranstalter sind die Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen.
Am Ende der Interkulturellen Woche wird es im Rahmen der Ausstellung in Form eines Vortrages um die Gemeinsamkeiten zwischen den Kindern Abrahams gehen. Zu Gast ist Benny Salz, der im bundesweiten abrahamitischen Forum tätig ist. Der Vortrag findet am Donnerstag, 15.10.26 um 18:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses Sinsheim statt.
Weitere Informationen zum Gesamtprogramm der Woche, u.a. in Form eines Flyers, erhalten Sie bei den teilnehmenden Organisationen und Kirchengemeinden und im städtischen Bereich Integration gerne auch per E-Mail oder tel. unter Telefonnummer: 07261/404163.



