Anhaltend hohe Besucherzahlen im städtischen Jugendhaus
Auswertung der jährlichen Besucherstatistik
Ein neuer Höchststand der Besucherzahlen im Jugendhaus Sinsheim unterstreicht die hohe Attraktivität der Einrichtung für Jugendliche aus Sinsheim und Umgebung.
Vergangenes Jahr feierte das städtische Jugendhaus sein 20-jähriges Bestehen. Bereits seit 2007 wird eine jährliche Erhebung für die Besucherstatistik im Jugendhaus durchgeführt, bei der an acht aufeinanderfolgenden Öffnungstagen von den anwesenden Jugendlichen jeweils ein kurzer Fragebogen ausgefüllt wird.
Im Frühjahr 2026 konnten im Rahmen der Erhebung erneut zahlreiche Jugendliche befragt werden: Insgesamt besuchten im Zeitraum von acht Öffnungstagen 247 unterschiedliche Jugendliche das Jugendhaus. Damit wurde nicht nur ein sehr hoher Besucherzustrom dokumentiert, sondern zugleich auch der bisherige Höchstwert seit Beginn der Statistik übertroffen.
Die Besucher sind überwiegend Jugendlichen im mittleren bis höheren Teenageralter. Der Großteil der Befragten gab an, zwischen 13 und 19 Jahre alt zu sein. Am stärksten sind die 16-Jährigen vertreten. Auch bei der Geschlechterverteilung zeigt sich ein vielfältiges Bild: Mit 67 Prozent männlichen, 26 Prozent weiblichen und 5 Prozent diversen Personen (2 Prozent ohne Angabe) wird die Offenheit der Einrichtung für unterschiedliche Gruppen deutlich. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft, 42 Prozent haben eine andere Staatsangehörigkeit, darunter sind insbesondere ukrainische und türkische Jugendliche. Die meisten Besucher wohnen in der Sinsheimer Kernstadt, einige in den umliegenden Stadtteilen sowie in den Nachbargemeinden von Sinsheim.
Ein Großteil der Jugendlichen besucht eine Schule (69 Prozent). Überwiegend wurden hier die Kraichgau Realschule und die Theodor-Heuss-Schule genannt. Zudem befindet sich etwa jeder siebte Besucher in Ausbildung. Der Kontakt zum Jugendhaus kommt bei nahezu allen über den Freundeskreis zustande. Die Tatsache, dass die Einrichtung weiterempfohlen wird, unterstreicht die positive Wahrnehmung des Hauses bei den Jugendlichen.
Große Unterschiede gibt es bei der Nutzungsintensität: 51 Jugendliche gaben an, das Jugendhaus zum ersten Mal zu besuchen, während viele weitere seit weniger als einem Jahr regelmäßig kommen. Gleichzeitig gibt es eine große Gruppe an Stammgästen, die das Angebot intensiv nutzt. Mehr als 100 Jugendliche gaben an, mehrmals im Monat die Angebote des Jugendhauses zu nutzen, einige davon sogar täglich. Die Mischung aus neuen und langjährigen Gästen zeigt, dass das Jugendhaus sowohl als Einstiegspunkt als auch als fester Bestandteil im Alltag vieler Jugendlicher eine wichtige Rolle spielt.
Teilweise wurde auch angegeben, dass das Jugendhaus gezielt für die angebotenen Aktionen genutzt wird: Regelmäßig werden beispielsweise Billard-, Tischtennis-, oder Fußballturniere angeboten. Aber auch größere Aktionen wie Escape Rooms, Olympiaden oder Ausflüge, sind bei den Besuchern sehr beliebt.
Neben den Freizeitangeboten wird das Jugendhaus auch als Ort der Beratung und Unterstützung wahrgenommen, insbesondere bei schulischen, persönlichen und beruflichen Themen. Viele Jugendliche nutzen das Haus somit nicht nur zur Freizeitgestaltung, sondern auch als verlässliche Anlaufstelle im Alltag.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein freiwilliges Freizeit- und Bildungsangebot und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen. Ein zentraler Leitgedanke ist der Einbezug der jungen Menschen bei allen für sie relevanten Themen. Mitgestaltung und Mitbestimmung werden hier großgeschrieben.
„Die Kinder- und Jugendarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung für Kinder und Jugendliche“, betont Johannes Wolf, Leiter des städtischen Amts für Bildung, Familie und Soziales. „Insgesamt zeigen die Ergebnisse deutlich, dass das Jugendhaus Sinsheim ein lebendiger, vielfältiger und zentraler Treffpunkt für Jugendliche aus der Region ist, der Gemeinschaft fördert, Freizeitgestaltung ermöglicht und gleichzeitig wichtige Unterstützung bietet.“



