Wingertsbergschule Reihen
Grundschule und Sporthalle sind nach der Sanierung auf dem neusten Stand der Technik
Die Sanierung der Wingertsbergschule in Sinsheim-Reihen ist abgeschlossen. Bereits seit Januar findet der Unterricht im Gebäude wieder ganz regulär statt. Nur noch Kleinigkeiten wie die ein oder andere noch nicht verräumte Kiste oder der noch mit Absperrkegeln gesicherte Bereich unter der Treppe im Erdgeschoss zeugen noch von der großen Maßnahme.
„Wir sind außerordentlich glücklich in den neuen alten Räumen“, betonte Schulleiterin Birgit Heimann am vergangenen Freitag, als sie Oberbürgermeister Marco Siesing, Bürgermeister Bernd Kippenhan sowie die Amtsleiter Kai Lichtwald und Johannes Wolf durch das Gebäude führte.
Im Eingangsbereich fällt direkt das helle und offen gestaltete Treppenhaus ins Auge. Von hier aus ist auch der Zugang zur ebenfalls sanierten Schulsporthalle möglich, die im Zuge der Baumaßnahmen einen eigenen barrierefreien Zugang und Toiletten erhielt. „Ein immenser Vorteil“, wie Heimann betont, immerhin werde die Halle auch für Veranstaltungen genutzt. Neu sind in der Halle Fußballtore, die unterhalb der Decke an der Wand angebracht sind und bei Bedarf heruntergelassen werden können. Sämtliche verbauten Sportgeräte sind ebenfalls neu. Nur die Klinker an der Wand erinnern noch an die alte Bausubstanz der Halle.
Im Schulgebäude wurde das gesamte Innenleben generalsaniert, Räume wurden getauscht, Wände versetzt und eingezogen, um den Bedürfnissen der Schüler und Lehrer optimal zu genügen. Auf dem Gang gibt es in Nischen zwischen den Garderoben nun kleine Arbeitsecken, die von den Schülern dankbar angenommen werden, wie Heimann berichtet.
Im Zuge der Maßnahme wurde das gesamte Gebäude auch energetisch umfassend saniert. Die alte Ölheizung wurde entsorgt. Die Wingertsbergschule und der angrenzende Kindergarten werden nun über eine energieeffiziente Wärmepumpe beheizt. Da die Decken im Schulgebäude zu niedrig und der Bodenaufbau zu gering sind, wurden großflächige, hocheffiziente Röhrenheizkörper verbaut. Die Haustechnik wurde runderneuert, so wurden beispielsweise eine energieeffiziente, präsenz- und tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung installiert sowie eine zentrale Sicherheitsbeleuchtungsanlage aufgebaut. Auch der Brandschutz ist auf dem neusten Stand. Das gesamte Gebäude ist mit einer flächendeckenden Brandwarnanlage ausgestattet.
Rund 160 Schüler besuchen die Wingertsbergschüler, gut die Hälfte der Kinder kommt aus den Stadtteilen Adersbach, Hasselbach und Ehrstädt. Die im Gebäude verbaute Technik bemerken die Schüler während ihres Unterrichts möglicherweise kaum. Die modernen Bildschirme, die sich in jedem Klassenzimmer hinter den altbewährten Kreidetafeln verbergen, modernisieren den Unterricht hingegen spürbar.
Sanierungsbeginn war im Mai 2024. Ende Dezember 2025 waren die Sanierungsarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. „Die Wingertsbergschule ist durchaus eine Baustelle, auf der es sehr gut lief“, betont Kai Lichtwald, Leiter des städtischen Amts für Gebäudemanagement. Restarbeiten am Gebäude behindern den Unterrichtsablauf nicht.
Rund 7,5 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt das Projekt. Rund eine halbe Million Euro Fördergelder kommen vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes. Ende April wird die Wingertsbergschule mit einem Festakt offiziell eingeweiht.



