Tag des offenen Denkmals
icon.crdate08.09.2025
Der Tag des offenen Denkmals findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Am 14. September 2025 ist es endlich wieder so weit: Deutschlandweit überqueren Neugierige zeitgleich die Schwellen von Tausenden Denkmaltüren, Toren und Portalen und tauchen gemeinsam in die Geschichte ein, während sie durch geheimnisvolle Burgen, verwinkelte Fachwerkhäuser oder prunkvolle Kirchenanlagen wandeln.
Am 14. September gibt es die Gelegenheit, hinter die Kulissen historischer Stätten zu blicken
Der Tag des offenen Denkmals findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Am 14. September 2025 ist es endlich wieder so weit: Deutschlandweit überqueren Neugierige zeitgleich die Schwellen von Tausenden Denkmaltüren, Toren und Portalen und tauchen gemeinsam in die Geschichte ein, während sie durch geheimnisvolle Burgen, verwinkelte Fachwerkhäuser oder prunkvolle Kirchenanlagen wandeln. Der Aktionstag wird bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für den Tag des offenen Denkmals engagieren sich private Denkmaleigentümer, haupt- und ehrenamtliche Denkmalpfleger ebenso wie Vereine.
Über 5.000 geöffnete Denkmäler und Aktionen vor Ort und weiteren 500 Denkmal-Touren – von Radtouren über Stadtrundgänge bis hin zu Führungen entlang mehrerer Denkmale – bietet das bundesweite Programm eine außergewöhnliche Bandbreite an Kulturevents.
Das komplette Programm mit vielen Highlights und auch digitalen Angeboten ist ab sofort auf der Homepage zum Tag des offenen Denkmals abrufbar. Zu den Führungen ist teilweise eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Aus Sinsheim und den Stadtteilen beteiligen sich:
Lerchennest mit Friedrich der Große-Museum
Im Museumshof Lerchennest zählt der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ bereits seit der Jahrtausendwende zu den traditionellen Veranstaltungen. Natürlich auch am 14. September, wo die Freunde des Lerchennestes ein am diesjährigen Leitthema „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ angelegtes Programm vorbereitet haben. So werden Einblicke in historische Alltagsgegenstände gezeigt - von Trinkgefäßen, Haushaltsgegenständen bis zu in Steinsfurt gefertigten Orgelpfeifen. Daneben gibt es Führungen durch die Friedrich der Große Ausstellung. Für Kinder steht ein Aktionstisch mit Mal- und Puzzlemöglichkeiten parat. Außerdem wird ein Museumssuchspiel angeboten. Ab 12:00 Uhr Mittagszeit hat auch das Museums-Cafe geöffnet. Neben den bekannt guten Kuchenvariationen werden kleinere Speisen angeboten. Bei einem Sonderverkauf gibt es Porzellan mit dem Lerchennest bzw. dem Preußenkönig.
Der 2025er Frageslogan „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich? trifft aktuell auf das vom Land Baden-Württemberg als Kulturgut von besonderer Bedeutung ausgezeichnete Gebäude zu. Nach Feuchtigkeitsschäden musste seit Beginn des Jahres kräftig von der Stadt und dem Museumsförderverein investiert und die Ausstellung überarbeitet werden. Inwieweit dies und die damit verbundenen Umgestaltungen vorangeschritten sind, können die Besucher sich ebenfalls ein Bild verschaffen.
Alte Synagoge Steinsfurt
Die ehemalige Synagoge in Steinsfurt (Dickwaldstraße 12a) ist traditionell am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 14. September, zur Besichtigung geöffnet (11:30 bis 17:30 Uhr). Führungen werden bei Interesse angeboten. Eine kleine Ausstellung mit Auszügen aus dem ausliegenden Gedenkbuch „An die jüdischen Einwohner von Steinsfurt“ informiert über das Schicksal von Steinsfurter Juden, die hier geboren wurden, durch die Nazis verschleppt und getötet wurden oder die vor den Nazis ins Ausland fliehen konnten. Außerdem wird vorab über die Ausstellung „Anne & Edith - Zwei Leben in Tagebüchern“ informiert, die im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ vom 15. September bis 10.Oktober im Rathaus Sinsheim gezeigt wird. Darin geht es um die Parallelen in den Lebensgeschichten der weltweit bekannten Anne Frank und der weniger bekannten Edith Velmans, deren Omi eine Sinsheimerin war.
Die Besucher erwartet ein über 130 Jahre altes restauriertes ehemaliges jüdisches Gebetshaus, das durch seine weitgehend erhaltene Ursprünglichkeit beeindruckt.
Der Verein Alte Synagoge Steinsfurt e.V. hat vor rund 20 Jahren die Trägerschaft dieses im städtischen Eigentum befindlichen historischen Kleinods übernommen. Es war zuvor vom Eigentümer, der es 1938 kurz vor der Reichspogromnacht von der jüdischen Gemeinde erworben hatte, viele Jahre als Lagerhaus für landwirtschaftliche Produktionsmittel genutzt worden. Dem Engagement des Vereins „Alte Synagoge Steinsfurt e.V.“ ist die gelungene Restaurierung mit finanzieller Unterstützung der Denkmalbehörde zu verdanken. Die Außenanlage wurde als Gedenkstätte an die Opfer des Nazi-Regimes gestaltet. Die ehemalige Synagoge wird getreu der Vereinssatzung als „Mahnmal des Friedens“ überwiegend für kulturelle sowie Gedenk- und Informationsveranstaltungen gegen Rassismus und für Versöhnung genutzt.
Burg Steinsberg: Burgführung anlässlich des Tags des offenen Denkmals
Die Burg Steinsberg ist mit ihrem achteckigen Bergfried eine der herausragenden Burganlagen im Kraichgau. Sie erlebte im Laufe der Jahrhunderte bis ins 20. Jahrhundert mehrere Adelsgeschlechter und wurde unter den Pfalzgrafen im Mittelalter weiter ausgebaut.
Anlässlich des Tags des offenen Denkmals freut sich Burgführer Wolfgang Stejskal viele Besucher um 11:00 Uhr auf der Burg Steinsberg willkommen zu heißen.
Bei der Burgführung, erfahren die Teilnehmenden von der wechselvollen Geschichte der Burg, die auch Kompass des Kraichgaus genannt wird.
Zahlreiche Informationen zu den Besonderheiten, zur Entstehung und Baugeschichte, sowie zur Bauweise der Burganlage gibt es auf der Führung zu erfahren. Auch die Schicksale der Burgbewohner und ihre geschichtliche Historie werden den Gästen nähergebracht. Die wunderbare Aussicht in Nah und Fern rundet den erlebnisreichen Rundgang ab und wird jeden begeistern.
Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4 Euro und für Kinder ab 6 Jahren 2 Euro.
Treffpunkt ist an der Infotafel am Parkplatz unterhalb der Burg.
Veranstalter ist der Verein Freunde Sinsheimer Geschichte e.V.
„Der Kraichgauer Haufen auf dem Steinsberg“ mit Burgführerin Marita Hesch
Vor 500 Jahren erlebten die Menschen im gesamten Land die Schrecken und das Elend
des Bauernkrieges. Über dieses Geschehen und die Ereignisse dieser Zeit auf der Burg
Steinsberg berichtet die Burgführerin Marita Hesch in der historischen Figur der Agnes von Venningen.
Agnes war die Gattin des Ludwig von Venningen, der zusammen mit seinem Bruder
Hippolyt die Burg laut Urkunde 1517 von Kurfürst Ludwig V. (*1478 – †1544) erworben hatte. Die Führung entführt in eine Zeit, in der die Leibeigenschaft das tägliche Leben desgemeinen Mannes bestimmte. Es wird erläutert, warum es zu den Aufständen kam, die
letztendlich in den sogenannten Bauerkrieg mündeten. Zudem werden die Auswirkungen
auf die Burg Steinsberg und die Niederschlagung des Baueraufstandes thematisiert.
Treffpunkt: Parkplatz unterhalb der Burg (Steinsberg 1, 74889 Sinsheim-Weiler)
Kosten: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro (ab 6 Jahren)
Veranstalter: Förderverein Burg Steinsberg 2011 e.V. und Freunde Sinsheimer Geschichte e.V.
Weitere Informationen und Termine: Tourist-Info, Telefonnummer: 07261 404-109, E-Mail schreiben, Homepage der Sinsheimer Erlebnnisregion
Es ist keine Anmeldung notwendig.
Stift Sunnisheim
Die wechselhafte Geschichte der ehemaligen Klosteranlage Stift Sunnisheim ist eng mit der Stadtgeschichte Sinsheims verwoben. Um das Jahr 1000 wurde auf dem Michaelsberg oberhalb der Stadt ein Stift gegründet, das um 1100 in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. Der Markt Sinsheim gehörte zu den Klostergütern. In der ehemaligen Stifts- und Klosterkirche kann man noch heute Spuren aus dieser Zeit bestaunen. In der Reformation wurde das Stift aufgelöst und nach dem 30-jährigen Krieg 1648 begann ein langer Zeitraum des Verfalls, der erst 1889 mit der Errichtung eine Kinder- und Jugendhilfe Einrichtung auf dem Klostergelände ein Ende fand.
Bei der ungefähr einstündigen Führung um 14:00 Uhr mit dem Stadtführer Martin Sichelstiel erfahren die Teilnehmer Näheres über die wechselvolle Geschichte des Stifts und der Stiftskirche.
Treffpunkt ist am alten Eingangstor, Stiftstraße 15, 74889 Sinsheim.
Veranstalter ist der Verein Freunde Sinsheimer Geschichte e.V.
Stadtmuseum Sinsheim
Einmal hinter die Kulissen schauen? Am Sonntag, 14. September - dem Tag des offenen Denkmals - ist das möglich, wenn das Stadtmuseum Sinsheim im Alten Rathaus Türen öffnet, die sonst verschlossen bleiben müssen. Allerlei Kuriositäten, fragile und heikle Objekte warten ab 14:00 Uhr in der einstündigen Führung darauf, entdeckt zu werden. Es wird aber auch um die Geschichte des Museums gehen und um die Frage „Ist das Geschichte oder kann das weg?“
Das Depot ist nicht barrierefrei zugänglich und eng. Pro Führung können wir daher höchstens 10 Personen zulassen und bitten um Anmeldung bis 12.09.2025. Bei hohem Andrang wird um 15:30 Uhr eine zweite Führung stattfinden. Eintritt 4 Euro pro Person, Infos und Anmeldung unter Telefonnummer: 07261 404 950 oder per E-Mail.
Buchenauerhof: Schloss und Scheune
Bereits im 18. Jahrhundert erwähnt, war der Hof an die Zuckerfabrik in Waghäusel verpachtet. 1953 ging das Gut in den Besitz der Pächterfamilie Sprenger über und diente zeitweilig als Kindererholungsheim der Caritas. 1971 erwarb die DMG Interpersonal den Buchenauerhof. Sie nutzt die Anlage inzwischen als Ausbildungs- und Erholungszentrum. Zukunft im Denkmal: Zurzeit entsteht zwischen den alten Mauern der Scheune ein neues Bürogebäude, das während der Führungen besichtigt werden kann.
Führungen werden von 10:00 – 15:00 Uhr zu jeder vollen Stunde über den Buchenauerhof, durch das Schloss und die Scheunenbaustelle angeboten.








