Gemeinsame Zeit öffnet Horizonte
Sozialprojekt der TSG-Akademie und des Bereichs Integration der Stadt Sinsheim
Aufgeregte Kinderstimmen und geschäftiges Treiben dringen aus der Küche des Bereichs Integration in der Werderstraße. Der Grund dafür sind die Rätsel, die die Kinder der Hausaufgabengruppen gerade gemeinsam mit Spielern der U19 der TSG Hoffenheim lösen.
Diese Aktion war Teil eines Sozialprojekts, das die pädagogische Abteilung der TSG-Akademie und der Bereich Integration der Stadt Sinsheim während der gerade zu Ende gegangenen Saison 2024/25 der U19-DFB-Nachwuchsliga auf die Beine gestellt haben. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten die beiden Akteure erfolgreich zusammen. In der Vergangenheit gab es beispielsweise bereits ein gemeinsames Kochprojekt sowie die Beteiligung von Spielern und Verantwortlichen der TSG-Akademie bei der Futsal-Gruppe des Bereichs Integration.
Von November 2024 bis Mai 2025 engagierten sich nun erneut U19-Spieler der TSG 1899 Hoffenheim bei vielen verschiedenen Aktionen des Integrationsbereichs der Stadt Sinsheim. Ziel war es jeweils, hierbei Raum für Begegnungen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und Menschen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammenzubringen. Die Spieler beteiligten sich einzeln oder paarweise an vielfältigen Projekten – vom Töpferkurs über Spiele-Abende bis hin zur Kinderbetreuung. Konzipiert und koordiniert wurde das Projekt von Jörn Schuler (Pädagoge der TSG Akademie) und Kristin Obländer (Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Sinsheim).
„Die vielseitigen Angebote der Stadt Sinsheim waren optimal, um unsere Spieler auch mal aus ihrer fußballbezogenen Lebenswelt herauszuholen. So haben sie neue Perspektiven einnehmen und ihren Horizont erweitern können“, fasste Schuler die prägende Aktion zusammen. Gleiches meldeten die Spieler den Koordinatoren zurück. Das gemeinsame Projekt steht beispielhaft für gesellschaftliches Engagement in der TSG-Akademie. Es zeigt, wie Sportler über den Platz hinaus in Verantwortung hineinwachsen können – und wie durch Begegnung auf Augenhöhe neue Verbindungen entstehen.
Ein Ansatz, den auch der Bereich Integration der Stadt Sinsheim verfolgt. Mit ihren Angeboten verfolgen die Verantwortlichen stets das Ziel, Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund und die hiesige Bevölkerung gemeinsam anzusprechen und einzubinden. Obländer hob bei diesem Projekt besonders die positiven Effekte für die Teilnehmender der Angebote aus dem Bereich Integration hervor und ergänzte: „Die Kinder in unseren Sinsheimer „Hausaufgabengruppen“ waren beispielsweise ganz erstaunt darüber, dass auch für Spieler Schule und Hausaufgaben wichtiger Teil des Alltags sind.“ Neben den Kindern hatten auch die Gäste im Kulturcafé Hoffenheim ihre Freude am direkten Kontakt mit den Jugendspielern der TSG.
Die positive Resonanz auf die bisherigen Aktionen motiviert die beiden Organisatoren, weitere gemeinsame Aktionen zu planen. Auch Konstantin Körner, pädagogischer Leiter der TSG-Akademie, resümierte: „Die Spieler hatten sichtlich Spaß daran, sich in den verschiedenen Kontexten auszuprobieren. Wir freuen uns sehr über den Erfolg dieses Projekts und auf eine Fortsetzung in der Saison 2025/26.“




