Startseite

Baurecht

Das Amt für Baurecht und Denkmalschutz hat als untere Baurechtsbehörde darauf zu achten, dass die baurechtlichen Vorschriften sowie die anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften über die Errichtung und den Abbruch von Anlagen und Einrichtungen eingehalten und die aufgrund dieser Vorschriften erlassenen Anordnungen befolgt werden. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben sind diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich sind. Als untere Denkmalschutzbehörde trifft das Amt außerdem die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz von Kulturdenkmalen.

Bauwillige, Architekten und auch verbandszugehörige Gemeinden werden von der unteren Baurechtsbehörde gerne beraten. Das Amt für Baurecht sollte die erste Anlaufstelle sein, bei Fragen zum Bauen.

Die Baurechtsabteilung stellt Ihnen eine Checkliste (119,3 KB) für Ihr Bauvorhaben zur Verfügung.

Um eine kurzfristige und vor allem rechtssichere Bearbeitung Ihres Antrages zu gewährleisten, kontaktieren Sie die zuständigen Sachbearbeiter des Baurechtsamts.

   

1. Bauvoranfrage

1. Bauvoranfrage Um bestimmte Fragen verbindlich zu klären, gerade auch vor Erwerb eines Grundstücks, können Sie eine Bauvoranfrage nach § 57 Landesbauordnung (LBO) stellen. Es kann beispielsweise geklärt werden, ob und wie ein Grundstück bebaubar ist oder ob Befreiungen von Festsetzungen eines Bebauungsplanes möglich sind. Ein Bauvorbescheid ist verbindlich und gilt drei Jahre.
Formular Antrag auf Bauvorbescheid nach § 57 LBO


2. Baugenehmigungsverfahren

2. Baugenehmigungsverfahren Die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung sowie der Abbruch baulicher Anlagen sind genehmigungspflichtig. Dies bestimmt die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO). Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen und zwar dann, wenn es sich um verfahrensfreie Vorhaben (§ 50 LBO) oder um ein Vorhaben nach dem Kenntnisgabeverfahren (§ 51 LBO) handelt.
Wenn es sich um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben handelt, so muss ein Bauantrag bei der Baurechtsbehörde eingereicht und die Baugenehmigung abgewartet werden. Das volle Baugenehmigungsverfahren nach § 49 LBO durchläuft ein komplettes Prüfverfahren (Bauplanungsrecht, Bauordnungsrecht nebst Brandschutz, etwaige Sondervorschriften) zu dem die entsprechenden erforderlichen Fachbehörden, Fachabteilungen und Fachleute mit einbezogen werden. Bauherren, wie auch Planverfasser haben hierdurch eine höhere Rechtssicherheit nach Erteilung einer Baugenehmigung.
Dem Bauantrag im Genehmigungsverfahren sind folgende Unterlagen, die der Verfahrensverordnung zur Landesbauordnung (LBOVVO) entsprechen müssen, beizufügen: Lageplan (zeichnerischer und schriftlicher Teil) Bauzeichnungen Baubeschreibung Darstellung der Grundstücksentwässerung Bautechnische Nachweise oder falls nicht erforderlich Erklärung zum Standsicherheitsnachweis Bestellung eines Bauleiters technische Angaben zu Feuerungsanlagen
Diese Bauvorlagen sind grundsätzlich von Fachleuten (Architekten, Vermessungsingenieure, Baustatikern) entsprechend § 43 LBO anzufertigen.

Formulare Antrag auf Baugenehmigung nach § 49 LBO Lageplan (schriftlicher Teil) Bauleiterbestellung  Baubeschreibung Berechnungsbogen Kfz/ Fahrrad-Stellplätze Zustimmungserklärung der Angrenzer Technische Angaben über eine Feuerungsanlage Bauantrag/ Antrag auf Vorbescheid für Werbeanlagen/ Warenautomaten Baubeschreibung Werbeanlage Antrag auf Abweichung/ Ausnahme/ Befreiung Zusätzliche Beschreibung für gewerbliche Anlagen


3. Kenntnisgabeverfahren

3. Kenntnisgabeverfahren Das Kenntnisgabeverfahren nach § 51 Abs. 1 und 2 LBO ist für bestimmte Vorhaben und nur dann möglich, wenn das Baugrundstück in einem Gebiet liegt, für das ein rechtskräftiger Bebauungsplan besteht. Das Bauvorhaben muss alle Festsetzungen des Bebauungsplanes einhalten und auch allen sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, wie Grenzabstände, Brandschutzanforderungen usw. entsprechen. Im Kenntnisgabeverfahren ist es nicht möglich Ausnahmen, Abweichungen oder Befreiungen zu erteilen. Die Verantwortung für die Rechtsmäßigkeit des Vorhabens und das rechtliche Riskio liegt hier beim Planverfasser/ Architekt und dem Bauherren selbst.
Das Kenntnisgabeverfahren wird auch beim Abbruch von baulichen Anlagen durchgeführt.
Im Kenntnisgabeverfahren hat der Bauherr folgende Bauvorlagen einzureichen:
Bei Neuerrichtung von Gebäuden: Lageplan (zeichnerischer und schriftlicher Teil) Bauzeichnungen Darstellung der Grundstücksentwässerung Erklärung zum Standsicherheitsnachweis Bestätigung des Planverfassers und des Lageplanfertigers Bestätigung des Bauherrn, dass er die Bauherrschaft übernommen und einen geeigneten Bauleiter bestellt hat mit Erklärung des Bauleiters
Bei Abbruch von baulichen Anlagen: Übersichtsplan mit Bezeichnung des Grundstückes Angabe von Lage und Nutzung der abzubrechenden Anlage Bestätigung des vom Bauherrn bestellten Fachunternehmers Bestätigung des Bauherrn, dass andere nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften erforderliche Genehmigungen beantragt sind

Formulare Antrag auf Kenntnisgabeverfahren nach § 51 Abs. 1 und 2 LBO Abbruch baulicher Anlagen im Kenntnisgabeverfahren (§ 51 Abs. 3 LBO)


4. Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

4. Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren nach § 52 LBO kann ein Bauherr für alle Bauvorhaben wählen, für die auch das Kenntnisgabeverfahren möglich wäre. Anders als beim Kenntnisgabeverfahren muss das Vorhaben jedoch nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplangebietes liegen (auch in Innerortslage und im Außenbereich).Im vereinfachten Verfahren erfolgt nur eine beschränkte Überprüfung der Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Die Baurechtsbehörde prüft nur, ob das Bauvorhaben mit bauplanungsrechtlichen Vorschriften, mit Abstandsvorschriften der Landesbauordnung und mit anderen fachspezifischen Vorschriften bei Bauvorhaben im Außenbereich vereinbar ist. Demgemäß ist die Feststellungswirkung der Baugenehmigung und damit die Rechtssicherheit im vereinfachten Verfahren eingeschränkt.
Die Baurechtsbehörde bestätigt durch diese Baugenehmigung nur, dass das Vorhaben in den geprüften Punkten mit dem geltenden Recht vereinbar ist. Im Übrigen sind der Bauherr und der Entwurfsverfasser selbst für die Rechtmäßigkeit des geplanten Vorhabens verantwortlich.
Folgende Unterlagen sind vom Bauherr einzureichen: Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren Lageplan Bauzeichnungen Baubeschreibung Darstellung der Grundstücksentwässerung Erklärung zum Standsicherheitsnachweis technische Angaben über Feuerungsanlagen
Formular Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren (§ 52 LBO)


5. Abgeschlossenheitsbescheinigung

5. Abgeschlossenheitsbescheinigung Die Baurechtsbehörde stellt zudem Abgeschlossenheitsbescheinigungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz aus. Sie benötigen eine Abgeschlossenheitsbescheinigung, wenn Sie beabsichtigen, eine Wohnung oder mehrere Wohnungen Ihres Zwei- oder Mehrfamilienhauses einzeln zu verkaufen oder eine Wohnung Ihres Gebäudes auf einen Dritten zu übertragen. Auch nicht zu wohnzwecken dienende Räumlichkeiten (z.B. Praxis- oder Büroräume, Räumlichkeiten mit gewerblicher Nutzung) sind hiervon betroffen. Mit der Abgeschlossenheitsbescheinigung wird bescheinigt, welche Räume einer Wohnung, abgetrennte Keller oder Garagen in sich geschlossene Einheiten des Wohnhauses bilden und damit sondereigentumsfähig sind. Die Bescheinigung ist Voraussetzung für die Begründung von Wohnungseigentum beim Verkauf, Übertragung oder Schenkung, die Eintragung im Grundbuch und die damit verbundene Anlegung der Wohnungsgrundbücher durch das Grundbuchamt.


6. Denkmalschutz/ Denkmalpflege

6. Denkmalschutz/ Denkmalpflege Ein weiterer Aufgabenbereich ist der Denkmalschutz und die Denkmalpflege, hier gilt es Kulturdenkmale zu erfassen, zu schützen und zu erhalten/ pflegen.
Kulturdenkmale sind alle Gegenstände und Gebäulichkeiten, an deren Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht. Eigentümer von Kulturdenkmalen sind gesetzlich verpflichtet, diese im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten. Wenn an einem denkmalgeschützten Gebäude oder an einem Gebäude innerhalb einer denkmalgeschützten Gesamtanlage Veränderungen vorgenommen werden sollen, zum Beispiel neue Fenster, neue Dacheindeckung, Einbau von Gauben oder andere Baumaßnahmen und Nutzungen, benötigen Sie eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung (möglicherweise auch eine Baugenehmigung, die die denkmalschutzrechtliche Genehmigung mitumfasst).
Formular Antrag auf Erteilung einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung/Erlaubnis


7. EWärmeG/ EEWärmeG

7. EWärmeG/ EEWärmeG Beim Wärmeenergiebedarf von Gebäuden besteht die gesetzliche Verpflichtung, erneuerbare Energien einzusetzen oder entsprechende Kompensations- bzw. Einsparmaßnahmen vorzunehmen. Die Erfüllung dieser Pflicht ist der Baurechtbehörde nachzuweisen.
Es wird zwischen Neubauten (EEWärmeG) und Altbauten (EWärmeG) unterschieden.
1. Nachweisführung bei Neubauten nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz des Bundes (EEWärmeG):Bei Neubauten besteht seit dem 01.01.2009 die Pflicht, den Wärmeenergiebedarf des Gebäudes teilweise durch erneuerbare Energien zu decken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Verpflichtung zu erfüllen. Der Nachweis darüber muss innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Inbetriebnahmejahres der Heizungsanlage der unteren Baurechtsbehörde vorgelegt werden. Zusätzlich ist der Energieausweis vor dem Bezug/ Nutzung des Gebäudes vorzulegen.
2. Nachweisführung bei Altbauten nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden Württemberg (EWärmeG):Bei Altbauten besteht seit dem 01.01.2010 die Pflicht, den Wärmeenergiebedarf des Gebäudes im Falle der Erneuerung bzw. des Austauschs der Heizungsanlage anteilig durch erneuerbare Energien zu decken. Wird eine Heizanlage getauscht (Kesselaustausch), müssen 15 % des Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden oder entsprechende Einspar- bzw. Kompensationsmaßnahme durchgeführt werden. Die Verpflichtung muss spätestens innerhalb von 18 Monaten nach Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage erfüllt und nachgewiesen sein. Der Eigentümer muss die Erfüllung seiner Nutzungspflicht durch eine geeignete sachkundige Person (Schornsteinfeger, Fachfirma, Energieberater usw.) bestätigen lassen. Der Nachweis ist der unteren Baurechtsbehörde vorzulegen. Die untere Baurechtsbehörde kann die Vorlage des Nachweises anordnen, wenn der Nachweispflicht nicht nachgekommen wird.


8. Wohnraumförderung

8. Wohnraumförderung Das Land fördert den Bau und Erwerb von Eigenheimen im Rahmen der Wohnraumförderung durch das jährliche Landeswohnraumförderungsprogramm. Wohnraumförderungsstellen sind die Landratsämter und Bürgermeisterämter der Stadtkreise. Fragen nach den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung werden gerne bei der Baurechtsbehörde Sinsheim beantwortet.


 

Stadtverwaltung Sinsheim

Amt für Stadt- und Flächenentwicklung

Abteilung Baurecht

Thomas Haffner

Abteilungsleiter

Tel.: 07261 404-144
Fax: 07261 404-4563
Gebäude: Wilhelmstraße 14-16
Raum: 009
Aufgaben:

Baurechtliche und verwaltungsrechtliche Angelegenheiten / Verfahren



Allgemeine Öffnungszeiten

Mo   8:00 Uhr - 12:00 Uhr
Di    geschlossen
Mi    8:00 Uhr - 12:00 Uhr 
       14:00 Uhr - 17:30 Uhr
Do   14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Fr     8:00 Uhr - 12:00 Uhr