Startseite

Woche für Demokratie und Toleranz pausiert 2021

Das komplette Programm der Aktionswoche wird um ein Jahr verschoben

In der zweiten Februarwoche sollte auch in diesem Jahr die „Woche für Demokratie und Toleranz“ auf dem Veranstaltungskalender stehen. Das Wochenprogramm war bereits fertig konzipiert: Das Thema für 2021 mit dem Überbegriff „Gewalt“ stand fest, die verschiedenen Referenten waren angefragt, Veranstaltungsräume waren gebucht, in kluger Voraussicht waren einzelne Angebote von vorn herein online oder als „hybride“ Formate geplant (also gleichzeitig als Präsenz- wie auch als Onlineveranstaltung), Plakate und Flyer waren schon druckfertig erstellt.

Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, einzelne Veranstaltungen auch unter den Corona-Bestimmungen durchzuführen, haben sich die Veranstalter nun entschieden, die komplette Woche um ein Jahr zu verschieben. Das Gesamtkonzept sollte nicht in Einzelbausteine „zerpflückt“ werden, sondern als Ganzes bestehen bleiben.

Die Themenwoche ist ein Gemeinschaftsprodukt des DGB Kraichgau und des städtischen Kinder- und Jugendreferats. Dieses Format wurde speziell für Sinsheim entwickelt und wird nun schon seit mehreren Jahren durchgeführt. Dahinter steht die Idee, dass zentrale Grundbegriffe des gesellschaftlichen Zusammenlebens wie eben „Demokratie“ und „Toleranz“ nicht automatisch eine Bedeutung haben, sondern dass deren Wert erst dadurch entsteht, dass man sich mit diesen Begriffen beschäftigt und einen persönlichen Bezug dazu findet. Wenn Menschen erkennen, dass diese Grundpfeiler des Gesellschaftssystems nicht überall auf der Welt Gültigkeit haben, dass sie auch in Deutschland vor nur wenigen Jahrzehnten außer Kraft gesetzt waren, dann kann ein Verständnis dafür entstehen, dass aktives Handeln notwendig ist, um diese gesellschaftlichen Grundlagen zu erhalten. Gerade für die junge Generation ist es wichtig, immer wieder diese Bezüge herzustellen, um zu vermitteln, dass das politische System auf Basis der Grundwerte und der Menschenrechte kein „Selbstläufer“ ist.

Die Woche für Demokratie und Toleranz will diese Auseinandersetzung unterstützen. In ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten sollen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden, sich mit diesen Fragestellungen zu beschäftigen. Jedes Jahr wird ein thematischer Schwerpunkt festgelegt, um den sich die einzelnen Programmpunkte drehen. So standen in den letzten Jahren bereits die Themen Rechtsradikale Rockmusik, Rassismus, Integration, Antisemitismus sowie die „Neue Rechte“ und der Heimatbegriff im Mittelpunkt der Aktionswoche.

Dabei haben sich in den letzten Jahren immer mehr Akteure für die Planung und Durchführung engagiert. So sind das Spiel-Mobil im Kraichgau e.V., das Fanprojekt Hoffenheim, das Kommunale Kino Cinema Paradiso e.V., das Bündnis für Toleranz und die Fanbeauftragten der TSG 1899 Hoffenheim feste Bestandteile des Planungsteams.

Dazu gehören auch engagierte Einzelpersonen wie beispielsweise Jutta Stier und Michael Heitz. Es entspricht der Grundidee der Organisatoren, dass viele verschiedene Akteure ein vielseitiges Angebot für unterschiedliche Zielgruppen und für möglichst viele Teilnehmer auf die Beine stellen.

Wichtige Bestandteile, die in jedem Jahr zum Zuge kommen: Ein Kinofilm im Cinema Paradiso-Programm, meistens verbunden mit einer Diskussion mit dem Regisseur. Außerdem Workshops oder Klassengespräche an den weiterführenden Schulen. Zusätzlich finden Angebote wie Lesungen, Vorträge oder Fachkräfteschulungen statt. Die Veranstaltungswoche hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen, und es ist eine Bestätigung des Konzepts, dass von Jahr zu Jahr mehr Besucher die Angebote wahrnehmen. Fürs kommende Jahr wurde der Zeitraum 07. - 11. Februar 2022 für die Woche für Demokratie und Toleranz reserviert. Bereits heute darf man unter anderem auf folgende Programmpunkte zum Thema „Gewalt“ gespannt sein:

  • Eröffnungsvortrag zum Thema „Wieviel Gewalt verträgt unsere Demokratie?“
  • Film und Diskussion im Cinema Paradiso: „Die Rüden“
  • Fachkräfteseminar mit der Aktion Jugendschutz: „Gewalt in digitalen Zeiten“
  • Vortrag zur Geschichte der Sinti und Roma in der Region mit dem Bündnis für Toleranz
  • Workshops für Schüler zum Film „Zahor – Erinnere dich“
 

Stadtverwaltung Sinsheim

Wilhelmstraße 14 - 18
74889 Sinsheim
Tel.: 07261 404-0
Fax: 07261 404-165


Pressestelle

Wilhelmstraße 14 - 18
74889 Sinsheim
Tel.: 07261  404-172

E-Mail-Kontakt

Möchten Sie in den Presseverteiler der Stadt Sinsheim aufgenommen werden, wenden Sie sich bitte per  E-Mail an die Pressestelle.