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Tag des offenen Denkmals

Am 12. September gibt es die Gelegenheit, hinter die Kulissen historischer Stätten zu blicken

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. An diesem Tag öffnen in ganz Deutschland historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen. Auch in Sinsheim und der Region gibt es die Gelegenheit, einen ausgiebigen Blick in das Innere historischer Stätten zu werfen. Ausführliche Informationen zum Aktionstag und allen Veranstaltungen finden sich online unter www.tag-des-offenen-denkmals.de
Aus Sinsheim und den Stadtteilen beteiligen sich:

Menschen laufen auf Wegen (älteres Foto)
© Hans-Ingo Appenzeller

Friedrich der Große-Museum im Museumshof Lerchennest
Beim Tag des offenen Denkmals wird der Museumshof Lerchennest, der bekanntlich durch das Land Baden-Württemberg als Denkmal von besonderer Bedeutung eingestuft worden ist, zwischen 13:30 und 16:30 Uhr geöffnet sein. Wie üblich wird aus diesem Anlass auch kein Eintritt erhoben. Als Themenschwerpunkt wird die Besichtigung der neuen Sonderausstellung „Flucht & Vertreibung und Neuansiedlung nach 1945“ sowie die ständige Dokumentation über das Leben des Preußenkönigs Friedrich des Großen sowie den Steinsfurter Fluchtversuch angeboten. Zu der Vertriebenenausstellung werden zu bestimmten Zeiten Einführungen gegeben. Zudem hat auch das Museums-Café im „Alten Stall“ geöffnet.

Bank in Synagoge
© Verein „Alte Synagoge Steinsfurt e.V.“

Alte Synagoge Steinsfurt
Mit einer besonderen Attraktion kann der Verein „Alte Synagoge Steinsfurt e.V.“ am Tag des offenen Denkmals aufwarten. Erstmals wird eine Sitzbank der Öffentlichkeit präsentiert, die bis 1938 zum Mobiliar der ehemaligen Synagoge in der Dickwaldstraße gehörte. Insgesamt sollen nach Berichten ehemaliger jüdischer Mitbürger sechs Bänke in dem jüdischen Gotteshaus gestanden haben. Sie sollen nach dem Kauf des Gebäudes durch den benachbarten Landprodukthändler 1938, kurz vor der Reichspogromnacht, an Interessenten abgegeben worden sein, um den Raum für Lagerzwecke freizumachen. Jetzt ist eine dieser Bänke wieder aufgetaucht. Sie wurde durch Vermittlung eines aufmerksamen Mitbürgers aus dem Nachlass eines verstorbenen Steinsfurters dem Verein als Schenkung vermacht. Ein hinzugezogener Sachverständiger schätzt die Bank deutlich älter ein als die 1893/94 erbaute ehemalige Synagoge. Daraus kann geschlossen werden, dass sie bereits zur Einrichtung der Vorgängersynagoge gehörte. Nach der Präsentation der in die Synagoge zurückgekehrten Bank soll sie mit Unterstützung von Spenden restauriert werden. Der Erlös vom Verkauf von Postkarten mit dem Foto der Bank fließt der Restaurierung zu. Die Synagoge ist am Tag des offenen Denkmals von 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Vereinsmitglieder bieten Erläuterungen an. Um 16:00 Uhr kommt der Restaurator Herr Böttcher und erzählt über seine Arbeit und über das Restaurierungskonzept. Auch außerhalb des Tags des offenen Denkmals sind Sonderführungen möglich. Die Anmeldung erfolgt durch E-Mail an: synagoge@synagoge-steinsfurt.org.

Burg Steinsberg
Weiterhin finden am 12. September öffentliche Stadt- und Burgführungen statt:
Die Stadtführung mit Stadtführerin Anja Hildenbrand um 11:00 Uhr umfasst Denkmale, historische Gebäude, geschichtsträchtige Plätze und geheimnisvolle Gassen. Beim Rundgang durch die Stadt erfahren die Teilnehmer in dem eineinhalbstündigen Spaziergang, wie die Stadt sich im Laufe von 1250 Jahren von einer kleinen Siedlung zur Großen Kreisstadt entwickelt hat. Treffpunkt ist am Eingang zum Stadtmuseum in der Hauptstraße 92.
Eine Führung rund um die Burganlage auf dem Steinsberg weiht Besucher nicht nur in die Baugeschichte und die Geheimnisse seiner Burgherren, sondern auch in die frühe Geschichte des Kraichgaus ein. Die Teilnehmer reisen in vergangene Zeiten, als die Burg auf dem Steinsberg noch einen Burgherrn hatte und das Leben seiner Untertanen von seinem Wohlwollen abhing. In einem eineinhalbstündigen Rundgang über das Gelände der Burg erfahren die Teilnehmer von der Entstehung, der Bauweise und Historie der Burg Steinsberg. Am 12. September führt Maria Hesch die Besucher um 14:00 Uhr durch die alten Mauern. Die zweite Gruppe leitet Peter Gaude. Treffpunkt ist an der Infotafel am Parkplatz unterhalb der Burg, Steinsberg 1, 74889 Sinsheim-Weiler.
Die Teilnahmegebühr für Stadt- und Burgführung beträgt jeweils 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder ab 6 Jahren. Zur besseren Planung bittet die Stadtverwaltung für alle Führungen um Anmeldung in der Tourist-Info Sinsheim bis Samstag, 11. September 2021 um 12:00 Uhr (Tel. 07261 404-109, E-Mail: tourismus@sinsheim.de).

 

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