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Städtischer Corona-Krisenstab tagte zum vorerst letzten Mal

Schnelles und vorausschauendes Krisenmanagement

Gruppenbild der Krisenstabsmitglieder vor dem Rathaus
Bild (Stadt Sinsheim): Die Mitglieder des Krisenstabs v.l.n.r.: Michael Bähr (Fachkraft für Arbeitssicherheit), Polizeirevierleiter Adrian Harz, stellvertretender Revierleiter Thorsten Pisot-Schuh, Melanie Wricke (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Chefarzt Dr. Johannes Berentelg (GRN), Klinikleiter Thorsten Großstück (GRN), Amtsleiterin Carmen Eckert-Leutz (Amt für Bildung, Familie und Soziales), Oberbürgermeister Jörg Albrecht, stellvertretender Pflegedienstleiter Jürgen Bloch (GRN), Amtsleiter Marco Fulgner (Hauptamt), Dezernatsleiter Ulrich Landwehr, Stadtbrandmeister Michael Hess. Nicht im Bild: Ordnungsamtsleiter Florian Zangl

Seit dem März 2020 tagte der Krisenstab der Stadt Sinsheim regelmäßig, in Hochphasen der Pandemie täglich, später ein- bis zweimal pro Woche. Bereits zu Beginn der Pandemie hat die Stadtverwaltung den Stab, bestehend aus Oberbürgermeister, Dezernenten, Hauptamts-, Ordnungsamts- und Schulamtsleitung, Revierleitung der Polizei, Stadtbrandmeister sowie den Fachkräften für Arbeitssicherheit und Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet. Regelmäßiges Mitglied des Krisenstabs war daneben auch die GRN-Klinikleitung. Über die ganze Zeit hinweg stand der städtische Krisenstab stets in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, insbesondere dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises.

Nun tagte der Krisenstab zum vorerst letzten Mal.

„Wir haben bereits sehr früh in der beginnenden Krise bemerkt, wie wichtig und richtig dieser regelmäßige sehr enge Austausch ist, und umgehend reagiert. In den vergangenen Monaten ist es uns mit dem Krisenstab gelungen, stets zügig, vorausschauend und effizient zu agieren und zu informieren“, so Oberbürgermeister Jörg Albrecht. Ermöglicht wurde das auch durch Wochenendarbeit und spontane Krisenmeetings auch außerhalb der regulä
ren Dienstzeiten. „Ich bin meinen Mitarbeitern und den Vertretern der Behörden und Einrichtungen zutiefst dankbar für ihren Einsatz und ihr Engagement. Dank der gemeinsamen Arbeit ist es gelungen, die schwersten Phasen der Krise gut zu meistern.“
Rund 130 Mal kam der Krisenstab in der Zeit seit Ausbruch der Krise zusammen. Neben der praktischen Umsetzung der jeweils neusten Verordnungen und der Absage zahlreicher Veranstaltungen war insbesondere die Materialbeschaffung zentrales Thema. Mehr als 70.000 Masken und rund 30.000 medizinische Handschuhe hat die Stadt zwischenzeitlich eingekauft. Seit der Einführung von Schnelltests wurden allein für Sinsheim 57.300 dieser Tests beschafft. Daneben unterstützte die Stadt 23 Arztpraxen und Pflegedienste mit Hygienematerial, unter anderem mit etwa 1.600 Litern Handdesinfektionsmitteln und etwa 1.300 Litern Flächendesinfektionsmitteln. Ermöglicht wurde dies auch durch großzügige Spenden der BASF, Ludwigshafen und der Herwe GmbH, Sinsheim. Der städtische Bauhof fertigte rund 30 Desinfektionsmittelspender für städtische Einrichtungen und Spuckschutzwände zum Mitarbeiterschutz in den Büroräumen. Im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms wurden 167 neue Notebooks und 233 iPads für die Sinsheimer Schulen angeschafft.

Für die notwendigen coronabedingten Aufwendungen sind Kosten in Höhe von rund einer halben Millionen Euro angefallen. Die von Bund und Land zur Verfügung gestellten Finanzhilfen im Rahmen des „Kommunalen Stabilitäts- und Zukunftspaktes“ (u.a. pauschale Soforthilfen) reichen bei weitem nicht aus, das finanzielle Defizit auszugleichen. Die Finanzsituation der Stadt Sinsheim hat sich durch die Corona-Pandemie massiv verschlechtert. Insbesondere die Schließung der Kindertageseinrichtungen, der städtischen Musikschule, des Hallen- und Freibades und der Veranstaltungshallen führten und führen zu geringeren Benutzungsentgelten. Die entfallenen Elternentgelte der konfessionellen und freien Kindergartenträger wurden von der Stadt Sinsheim übernommen, wodurch entsprechende Mehraufwendungen zu verzeichnen sind. Die Steuererträge, insbesondere Gewerbe-, Vergnügungssteuer und Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, haben sich ebenfalls sehr stark reduziert. Die finanzielle Belastung der Stadt Sinsheim infolge der Corona-Pandemie beträgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Finanzhilfen für die Jahre 2020 bis 2021 insgesamt etwa rund 6,7 Millionen Euro.

Vor dem Hintergrund der stetig sinkenden Inzidenzzahlen und damit einhergehender Öffnungsschritte hat der Krisenstab seine regelmäßigen Sitzungen nun eingestellt.

„Das städtische Krisenmanagement geht selbstverständlich in enger Zusammenarbeit mit den Behörden weiter“, betont Oberbürgermeister Jörg Albrecht. Seitdem im Rhein-Neckar-Kreis die Öffnungsstufe 3 gilt und auch Schulen und Kindertageseinrichtungen nach Pfingsten in den regulären Präsenzbetrieb zurückgekehrt sind, habe sich die akute Krisenlage allerdings merklich entspannt.

„Wir sehen den Sommermonaten mit großer Zuversicht entgegen. Ich möchte auch noch einmal betonen, wie dankbar wir für die große Geduld und das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger sind. Was wir alle gemeinsam geschafft haben, ist bewundernswert und alles andere als selbstverständlich.“

Der Stadt war und ist gerade in Krisenzeiten immer auch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft ein großes Anliegen. In Schließzeiten hat die Stadt ihren Bürgern auf der städtischen Homepage sehr schnell Listen mit den Liefer- und Abholangeboten von Gastronomie und Einzelhandel zur Verfügung gestellt. Aktionen zur Innenstadtbelebung und Unterstützung der Wirtschaft im laufenden Jahr sind bereits in Planung.

Intern stand die Stadt insbesondere vor der Herausforderung, die Sicherheit von Mitarbeitern und Rathausbesuchern zu gewährleisten. Das System der Terminvereinbarung, das die Stadt bereits seit letztem Herbst wieder nutzt, hat sich schon im Frühjahr 2020 bestens bewährt. Zur Entzerrung der Büroräume, um eine mögliche Ansteckung von Mitarbeitern untereinander zu verhindern, hat die Stadt konsequent Homeoffice-Möglichkeiten ausgebaut und die Arbeitszeitregelung flexibilisiert.

Über die gesamte Krise hinweg war die schnelle und umfangreiche Information der Bevölkerung stets oberstes Gebot. Für ältere Menschen wurde ein Beratungsangebot zur Corona-Impfung eingerichtet. Über die Anfang März 2020 eingerichtete Seite www.sinsheim.de/corona hält die Stadt stets über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden. Hier finden sich auch wichtige Rufnummern, Infos wie Anlaufstellen für Bürgertestungen in Sinsheim und weiterführende Links.

 

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