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Insektenhotels auf den städtischen Blühwiesen

Wertvoller Beitrag zu Artenschutz und Artenvielfalt

Gruppe von Menschen an einem mannshohen hölzernen Insektenhotel in Form eines Hauses
Bild (Stadt Sinsheim): Stolz präsentieren Schüler eins der Insektenhotels, die im Rahmen einer Kooperation von Stadt und Carl-Orff-Schule im Werkunterricht gebaut werden.

Seit einigen Jahren wandelt die Stadt Sinsheim zusehends brache Flächen in Blühwiesen um. Die farbenfrohen Flächen sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch überlebenswichtige Biotope für Insekten. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Artenvielfalt liefern Insektenhotels. Sie helfen beispielsweise Bienen und Wespen, aber auch nützlichen Käfern und Schwebfliegen beim Nisten und Überwintern.

Die Idee, auf den städtischen Blühwiesen Insektenhotels aufzubauen, lag nahe. Daraus entstand eine Kooperation der Stadtverwaltung mit der Carl-Orff-Schule. An der Schule werden die Insektenhotels seit diesem Jahr im Werkunterricht unter Leitung von Bolko Kneisel gefertigt.

Auf der kleinen Blühwiesenfläche an der Kreuzung Wilhelmstraße und Friedhofstraße steht bereits eins der neuen Insektenhotels. Vor Ort informierten Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Vertreter der Stadt sowie der Carl-Orff-Schule gemeinsam mit beteiligten Schülern über das Projekt.

„Etwa fünf Insektenhotels entstehen in Kooperation mit der Schule pro Jahr“, erläutert Marcel Arndt, Abteilungsleiter Grünflächen im Amt für Infrastruktur. Die Schule besorgt die Materialien, die Kosten trägt die Stadt. „Die Kosten sind in etwa dieselben wie beim Kauf fertiger Insektenhotels. Der Vorteil liegt hier darin, dass die Schüler im Werkunterricht ganz eigene Hotels schaffen, die wesentlich individueller sind als die gängigen, die es zu kaufen gibt. Gleichzeitig lernen die Kinder und Jugendlichen viel über Natur- und Artenschutz“, führt Arndt aus.

„Unsere Schüler sind sehr stolz auf ihre Werke“, ergänzt Kneisel. „Die fertigen Insektenhotels dienen als Anschauungsobjekte für unsere Klassen.“ Die Elemente, in denen unter anderem Wildbienen Unterschlupf finden, sind alle austauschbar. „Wir probieren aus, was gut funktioniert und tauschen bei Bedarf auch aus.“

Zwei weitere Insektenhotels stehen bereits auf dem Gelände der Carl-Orff-Schule und am Bahnhof. Eine Kooperation mit der Kraichgau Werkstatt zur Fertigung weiterer Insektenhotels ist in Planung und Umsetzung. „Hier ist geplant, dass etwa zehn pro Jahr gefertigt werden“, erklärt Arndt.

Auf den Blühwiesen bringt die Stadt regionales Saatgut aus, dessen Mischung speziell auf die Bedürfnisse heimischer Insekten abgestimmt ist. Neben dem Artenschutz ist der geringere Pflegeaufwand im Laufe des Jahres ein wesentlicher Vorteil gegenüber der bisherigen Flächennutzung. „Die Blühwiesen bedeuten wesentlich weniger Mähaufwand“, erläutert Arndt. Das spart Maschinen und Personal. Die Blühwiesen werden im Übrigen erst im Frühjahr abgemäht. Wenn im Frühjahr – je nach Wetterlage Ende Februar bis Anfang März – abgemäht wird, bleibt der Schnitt erst noch ein bis zwei Wochen liegen, damit sich das Saatgut verteilen kann und die Insekten ausschwärmen können. „Was auf den ersten Blick vielleicht unästhetisch wirken mag, ist der eigentlich entscheidend wichtige Part für den Artenschutz“, führt Arndt aus.

 

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