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Stadtteil Reihen

Blick über Häuserdächer auf Kirchturm
Blick über Reihen

Als im Jahre 858 der Abt des Klosters Lorsch einst mit dem Grafen Neipperg im Württembergischen Oberamt Brackenheim Wiesen und Äcker gegen andere Grundstücke tauschte, wurde die Gemeinde „Rien“ erstmals urkundlich erwähnt. 1332 schrieb man „Rihen“, 1741 „Reyheim“. Das Dorf war seit frühester Zeit kurpfälzisch, 1803 fürstlich-leiningisch und 1806 badisch.

Gebäude
Gebäude im Ortskern

In Reihen wurde 1893 der durch seine Forschungen an der Kerr-Zelle berühmt gewordene Professor August Karolus geboren. Ihm gelang es, 1924 die erste vollständige Fern­sehübertragung der Welt in Betrieb zu nehmen. Er war Pro­fessor für angewandte Elektrizitätslehre an der Universität Leipzig, später in Freiburg und leistete außerdem wichtige Beiträge für den Bau von Quarzuhren. Prof. Dr. August Ka-rolus ist Ehrenbürger von Reihen. Seine Villa steht am Ortsausgang Richtung Ittlingen. Er hinterließ für die Bedürftigen seiner Heimatgemeinde eine gemeinnützige Stiftung.

Außerhalb des Ortes in Richtung Steinsfurt liegt die histo­rische Kellersche Mühle. Die Mahlmühle des Anwesens ist noch funktionstüchtig erhalten. Die evangelische und ka­tholische Kirche überragen von einer Anhöhe aus den Ort. Die evangelische Kirche weist die Jahreszahl 1843 aus. Auf einer Tür zur katholischen Kirche steht die Jahreszahl 1764.

Unterhalb des Kirchbergs befinden sich die ehemalige ka­tholische Schule mit markanten kreuzförmigen Fenstern im Untergeschoss sowie die 1852 erbaute ehemalige evan­gelische Schule. Sie wurde bis Januar 2015 als Verwaltungs­stelle genutzt. Die neue Verwaltungsstelle befindet sich im ehemaligen Kindergarten, der einem Brand zum Opfer gefallen ist. Am Gasthaus Zum Löwen, Baujahr 1728, fällt das schmuckvolle Eingangsportal ins Auge. Es stammt mög­licherweise vom abgerissenen Schloss des Ortes.

Die Ziegelei wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 1900 er­baut. Das Hauptgebäude hat eine Abmessung von rund 50 × 60 Metern sowie einen über 50 Meter hohen Kamin. Die Elsenzgauer Ziegel- und Kalkwerke Goos & Doll erhielten beim Bau der Elsenztalbahn einen eigenen Gleisanschluss und hatten bis zu 65 Arbeiter. Der Betrieb endete 1968.

Reihen ist sehr gut erreichbar: Seit 1900 besteht eine Bahn­verbindung, Stadtbusse fahren seit 1996. Der S-Bahn-An­schluss besteht seit 2009, und von der Autobahn A6 gibt es eine direkte Abfahrt. Diese moderne Infrastruktur ermög­lichte auch die Ansiedlung von vielen klein- und mittelgro­ßen Firmen in den beiden Gewerbegebieten „Oberer Renn­grund“ und „Zur Mauer“.

Für die Kinderbetreuung ist am Ort bestens gesorgt. Der Städtische Kindergarten mit angeschlossener Krippe ist seit 2013 auf dem Gelände der Grundschule integriert. Dies er­möglicht verschiedene Kooperationen zwischen Kindergar­ten und Grundschule.

Reihen liegt malerisch umgeben von Streuobstwiesen und in Sichtweite des Steinsberges direkt an der Elsenz. Die Be­arbeitung der Äcker des Stadtteiles erfolgt durch einige wenige größere landwirtschaftliche Betriebe und einzelne Kleinbetriebe im Nebenerwerb. Die durchgeführte Flurbe­reinigung hat die Kleinparzellen zusammengeführt und die Flur neu geordnet. Durch seine gut funktionierende Infra­struktur wie Schule, Kindergarten, Arzt, Bankfiliale, Bäcker, Metzger, Einkaufsmarkt und eine sehr gute Verkehrsanbin­dung hat sich Reihen zu einem attraktiven und aufstreben­den Wohnort entwickelt.

 
Wappen Reihen

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