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Pressemitteilungen

Service in Corona-Zeiten (24. März 2020)

In Zeiten von Schließungen zum Infektionsschutz bieten zahlreiche Sinsheimer Geschäfte und Gastronomiebetriebe Liefer- und Abholservices an. Kunden müssen so nicht auf die Leistungen der Sinsheimer Geschäftswelt verzichten und können den stationären Handel vor Ort auch in Krisenzeiten unterstützen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Sinsheim hat Listen der Restaurants und Handelsbetriebe, die einen entsprechenden Service anbieten, zusammengestellt. Die Stadt setzt damit ein Zeichen zur Unterstützung der lokalen Geschäftswelt. Die Listen machen es allen Bürgern leicht, Sinsheimer Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte mit entsprechendem Service zu finden. Auch in Krisenzeiten muss niemand auf die kompetente Beratung des lokalen Fachhandels oder das Lieblingsessen des Stammlokals verzichten. Auch der stationäre Handel ist online erreichbar, und im Gegensatz zum anonymen großen Online-Kaufhaus gibt es hier auch noch die persönliche Beratung. Wer die Serviceangebote nutzt, leistet damit einen aktiven Beitrag für die städtische Wirtschaft. Ein tolles Zeichen der Solidarität in diesen Zeiten, um Handel und Gastronomie vor Ort zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern. Wer aktuell nichts benötigt, aber trotzdem Geschäfte und Restaurants unterstützen möchte, kann selbstverständlich auch Gutscheine erwerben; für den eigenen späteren Gebrauch oder zum Verschenken Die Gastronomiebetriebe bitten um telefonische Bestellung vorab, um lange Wartezeiten vor Ort zu vermeiden.
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Baden-Württemberg-Tag abgesagt (18. März 2020)

Der Verordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen folgend, sagt die Stadt Sinsheim alle städtischen Veranstaltungen bis zum 15. Juni 2020 ab. Davon betroffen ist auch der Baden-Württemberg-Tag. Das große Landesfest, das am Wochenende des 23. / 24. Mai hätte stattfinden sollen, ist traditionelles Highlight im Jahr der Heimattage Baden-Württemberg. „Die Absage des Baden-Württemberg-Tages trifft uns ins Mark. Niemand sagt eine solche Veranstaltung leichtfertig ab“, so Oberbürgermeister Jörg Albrecht. „Wir sehen uns aber selbstverständlich in der Verantwortung, unser Möglichstes zum Schutze der Gesundheit aller zu tun. Die Absage des Baden-Württemberg-Tages ist außerordentlich bedauerlich, aber im Angesicht der Lage so unausweichlich wie sinnvoll und richtig.“ Zum Baden-Württemberg-Tag präsentiert sich traditionell das moderne Baden-Württemberg in der Stadt der Heimattage. Auf einer Landesgewerbeschau präsentieren sich regionale und überregionale Unternehmen, Dienstleister, Tourismusverbände, Vereine und Institutionen. Glasperlenspiel und Laith Al-Deen waren als Konzerthighlight für den Samstagabend auf der SWR-Bühne geplant. Angesichts des sich schnell ausbreitenden Coronavirus ist die Planung und Durchführung einer solchen Großveranstaltung derzeit nicht möglich. Die Stadt Sinsheim leistet ihren Beitrag, Risiken zu minimieren und die Corona-Welle flach zu halten. „Flatten the curve“ ist der Ausdruck, der sich in diesem Zusammenhang häufig in den Sozialen Medien findet. Gemeint ist damit, die unausweichliche Corona-Epidemie über einen längeren Zeitraum zu strecken, damit nicht alle gleichzeitig erkranken. Das senkt insgesamt die Zahl der Erkrankungen. Vor allem aber minimiert die Verlangsamung der Ausbreitung das Risiko, das Gesundheitssystem zu überlasten. Zu viele Fälle am Tag würden die Krankenhäuser überlasten, es könnten nicht alle gleichzeitig angemessen behandelt werden. Veranstaltungsabsagen sind wesentlicher Teil der wichtigen notwendigen Maßnahmen, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen.
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Dem Heimat-Begriff auf der Spur (10. März 2020)

Am vergangenen Freitag, den 06. März empfingen der Fachbereich Integration und das Stadtmuseum zu einer ganz besonderen Veranstaltung im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg. Unter dem Titel „Was ist Heimat? Gespräche zum Heimisch werden und Heimisch sein“ erzählten unterschiedliche Gäste ihre Heimatgeschichten und teilten ihre Gedanken zum Heimisch sein mit dem Publikum. Und so unterschiedlich die Gäste, so facettenreich sind auch die Vorstellungen von Heimat. Den Anfang machte „d’Marie vun Sinse“ alias Monika Möhring, die im Kostüm mit Leidenschaft Gäste und Einheimische durch Sinsheim bei einer Stadtführung begleitet. Sie betonte, dass Heimat nicht nur da ist, wo der Anker fällt. Als „Reingeschmeckte“ in Sinsheim bereitete ihr vor allem am Anfang der Dialekt ein wenig Probleme. Doch meinte sie, inzwischen ganz der Region verbunden, andere feiern Goldene Hochzeit, sie selbst feiere 50 Jahre im Kraichgau und sei stolz, hier eine Heimat gefunden zu haben. Wie schwierig der Heimatbegriff zu beschreiben ist, weiß Svenja Kück aus eigener Erfahrung. Sie promoviert aktuell zu diesem Thema im Fach Geographie. Heimat kann vielfältig betrachtet werden: sprachlich, historisch und natürlich auch ganz persönlich. Es hat viel mit Sesshaftigkeit zu tun. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde mit dem Wort Heimweh das erste Mal dem Sehnen nach Zuhause als Krankheit einen Namen gegeben. Als Mittel dagegen wurden beispielsweise Söldnern ein Stück Brot aus der Heimat in den Rock eingenäht. Stadtarchivar Marco Neumaier brachte die historische Dimension mit in den Fokus. Denn Sinsheim, der Kraichgau und die Kurpfalz boten im Lauf der Geschichte immer wieder fremden Menschen einen Ort des Ankommens. Erst mit großer Skepsis wurden die vertriebenen Mennoniten beäugt. Hundert Jahre später wurden sie mit Bewunderung angesehen und hatten fast Vorbildfunktion als Landwirte. Als Urgestein konnte Peter Hesch so manche Anekdote aus Sinsheim erzählen. Er liebt jeden Winkel und wusste nach 5-jährigem Exil in Baiersbronn noch mehr, dass er Sinsheim nie wieder den Rücken kehren wollte. Als Zuwanderin der 2. Generation berichtete Asiye Ersoy, wie ihr Vater von 1969 immer wieder seine Gastarbeiteranstellung verlängerte, bis er 1981 die ganze Familie aus der Türkei nach Sinsheim holte. Sie habe zwei Heimaten und erzählte lachend, dass sie sogar zweisprachig träumt: auf Deutsch und Türkisch. „Ich bin ein Sinsheimer“ sagt auch Jamil Fafa Ceesay nach fast vier Jahren als jüngster Neu-Sinsheimer in der Runde. Nach einer abenteuerlichen Reise beginnend in Gambia und dem Senegal, ist für ihn Heimat vor allem das Gefühl, zuhause zu sein. Seine ersten Gerichte als angehender Koch waren Spätzle und Kartoffelsalat – auch das ist Heimat! Was ist es, was die Heimat so einzigartig macht? So unterschiedlich die Biografien sind, so einzigartig ist auch der Begriff besetzt. Und wie fühlt man sich heimisch? Eine Antwort von vielen ist: Durch Neugier auf Land und Leute, vielleicht durch gemeinsame Erlebnisse und das Einbringen der eigenen Fähigkeiten im Fremden. Die Heimattage Baden-Württemberg sind vielleicht die Chance, seine Heimat auch mal mit ganz anderen Augen zu sehen.
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