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Sinsheim erhält einen Preis für sein Quartiersentwicklungs-Konzept

„Heimat im Alter – im Alter daheim“

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bei der Preisübergabe an Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht
 

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und Staatsekretärin Bärbl Mielich haben bei einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart 53 Kommunen für ihre Ideen und Konzepte zur  generationengerechten Quartiersentwicklung mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgezeichnet.

Auch die Stadt Sinsheim gehört zu den Preisträgern und wird mit 50.000 € bei der Umsetzung des altersgerechten Quartierskonzeptes „Heimat im Alter – im Alter daheim“ in den Stadtteilen unterstützt.

„Sie haben mit Ihren Bewerbungen einmal mehr bewiesen, wie viel Kreativität, Innovation und Gestaltungswille in den baden-württembergischen Kommunen steckt. Sie haben gezeigt, dass alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung eine Chance für alle Kommunen ist, das Zusammenleben der Generationen neu zu gestalten – in den Ballungsgebieten genauso wie im ländlichen Raum. Diese vorbildliche Arbeit, aber auch Ihren Mut, neue Formen des Miteinanders vor Ort zu erproben, möchten wir mit unserem Preis auszeichnen und sichtbar machen“, so Minister Lucha und Staatssekretärin Mielich.

Insgesamt hatten sich 147 Kommunen aus dem ganzen Land an dem Wettbewerb beteiligt. Minister Lucha gab bei der Veranstaltung zudem bekannt, wie das Land die Quartiersentwicklung in den nächsten Jahren entwickeln und fortführen wolle. Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2018/2019 seien für diese Maßnahmen insgesamt 12 Millionen Euro eingestellt. „Für uns ist der Ideenwettbewerb der Startschuss, durch den wir viele wertvolle Ansatzpunkte für unsere Landesstrategie ‘Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.‘ erhalten haben – nicht nur von den Preisträgern, sondern von allen Kommunen, die einen Beitrag eingereicht haben. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Schatz an tollen Ideen jetzt in die nächste Phase starten können. In den kommenden Jahren werden wir die strategische Quartiersentwicklung gemeinsam mit den Kommunen im Land und unseren Partnern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft laufend weiterentwickeln“, so Lucha. Zentraler Gedanke sei es, die Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung ihrer Quartiere vor Ort zu unterstützen und zu begleiten.

„Quartier“ und „Quartiersentwicklung“ – was ist das eigentlich? Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren – das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Wichtige lokalen Partnern der federführenden Kommune sind zum Beispiel bürgerschaftliche Initiativen, Sozialunternehmen, Kirchen, lokale Wirtschaft, ÖPNV und Gesundheitsanbieter. 

Das für drei Jahre geplante Sinsheimer Quartiersentwicklungskonzept „Heimat im Alter – im Alter daheim“ wird im Rahmen des Runden Tisches  „Selbstbestimmtes Alter(n) mit Unterstützung“ auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei Fragen können Sie sich gerne an die Seniorenbeauftragte der Stadt Sinsheim Dr. Maria Bitenc, Tel.: 07261 404-267, Mail: familie@sinsheim.de, im Amt für Bildung, Familie und Soziales wenden.

 

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