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Stadtteil Weiler

Evangelische Kirche Weiler
Fernsicht auf die Burg Steinsberg

Weithin sichtbar weist die Burg Steinsberg, der Kompass des Kraichgaus, den Weg nach Weiler. Der Ort wird 1295 im Rentverzeichnis des Stifts von Wimpfen erstmalig erwähnt.
1109 wird Burgherr Eberhardus vom Steinsberg aus dem Geschlecht der Werinharde in einer Urkunde des Hirsauer Codex erwähnt. Von der damaligen Anlage ist nichts mehr erhalten geblieben. Ab 1200 ließen dann die Grafen von Oettingen im Auftrag der Stauferkaiser Friedrich I. und Friedrich II. die zwölfeckige Kernburg mit Ringmauer, Begrfried, Palas, einer Zisterne und Wirtschaftsgebäuden errichten.

Friedrich II. lässt durch die Burg Steinsberg wichtige Handels- und Geleitstraßen im Umfeld der Reichsstadt Sunnisheim (Sinsheim) und Wimpfen sichern. Der 30 m hohe oktogonale Bergfried mit Steinmetzzeichen, Kamin und Steinbalkendecke gilt als weithin sichtbares Zeichen staufischer Macht im Kraichgau und zählt zu den besterhaltenen Bauwerken aus dieser Zeit. Um 1310 geht die Burg an die Pfalzgrafen bei Rhein über, die von hier ihre Besitzungen im nördlichen Kraichgau verwalten und um 1436 den inneren Zwinger mit Wachturm sowie Kelter und Zehntscheune (später Palas) erbauen lassen. 1517 verlegt Kurfürst Ludwig V. das kurpfälzische Amt vom Steinsberg nach Hilsbach und die Burg geht an die Herren von Venningen über.

Im Bauernkrieg werden alle Holzteile der Burg durch Brand zerstört. Nach einem Blitzeinschlag Ende des 18. Jahrhunderts gaben die Herren von Venningen die Burg auf, was den weiteren Verfall der Burganlage bedeutete. 1973 erwarb die Stadt Sinsheim die Burg und hat seither erhebliche Mittel für die Restaurierung der Burganlage, die zu den bedeutendsten in Baden-Württemberg zählt.

Bär Weiler
Brunnen mit Wappen mit Ortskern

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:
Die St. Anna-Kapelle auf dem Steinsberg geht auf eine 1515 dort erstmals erwähnte Kapelle zurück, die im 17. Jahrhundert einem Blitzschlag zum Opfer gefallen sein soll und verfiel. Die Kapelle wurde 1747 erneuert, 1933 nochmals durch Blitzschlag beschädigt und 1946 bis 1952 umfassend saniert. Eine neuerliche Sanierung fand 1990 statt. Die Kapelle weist einen barocken Altar und eine barocke Kanzel auf. Bis 1811 lebten in einer 1832 abgebrochenen Klause dort auch Einsiedler

Das Herrenhaus (auch  Schlösschen Weiler) genannt) wurde durch die Herren von Venningen 1797 erbaut, ein Wappenstein über dem Torbogen zeigt das Allianzwappen der Familie. Das Gebäude diente später als Zigarrenfabrik und Gasthaus. Heute ist es ein Wohnhaus. Hinter dem Herrenhaus befindet sich die alte Zehntscheuer. Aus der Alten Kelter wurde ein Veranstaltungszentrum.

Die Evangelische Kirche in der Schafgasse wurde 1787 von reformierten und lutherischen Gemeinden des Ortes erbaut. Zuvor hatte der Gottesdienst beider Gemeinden abwechselnd im Rathaus stattgefunden, nachdem eine 1572 erwähnte Kirche der Reformierten im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden war. 1869 wurde die evangelische Kirche renoviert und erweitert.

Die katholische Kirche "Heilige Familie" in der Kaiserstraße wurde 1908 erbaut. Bei ihr befindet sich auch das alte Katholische Schulhaus.
Im Ortskern haben sich weitere historische Gebäude erhalten, darunter Fachwerkbauten wie das Haus aus dem Jahre 1607 in der Steinstr. 12 neben der evangelischen Kirche sowie das Gasthaus „Zum Adler“ von 1605 neben dem Herrenhaus und weitere Gebäude an der Kaiserstraße.

Das Rathaus wurde 1928 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet. Auf dem Dorfplatz vor dem Alten Schulhaus befindet sich der markante Bärenbrunnen.

 
Wappen Weiler

Stadtverwaltung Sinsheim

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