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Lokale Agenda 21

Die Lokale Agenda soll ein Aktionsprogramm für Sinsheims Zukunft werden. Damit dies gelingen kann, ist das Wissen von allen gefragt: Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Vereine, Alte und Junge - kurz: jeder Sinsheimer Bürger ist als Experte für seine Stadt wichtig, jeder darf und soll seinen Beitrag dazu leisten, Sinsheim eine gute Zukunft zu sichern.
Der Gemeinderat hat im Februar 2000 einstimmig den Beschluss zur Lokalen Agenda gefasst.
Nach einer großen Zukunftskonferenz im November 2000 mit über 100 engagierten Bürgern wurden 12 Arbeitsgruppen gebildet. Ein Agenda-Beauftragter der Stadt und eine Agenda-Betreuerin nahmen ihre Arbeit auf. Der Agenda-Rat, ein Gremium aus Stadtspitze, Fraktionsvorsitzenden, VHS-Leiter und Vertretern des Initiativkreises wurde als Nahtstelle zwischen Agenda und Stadtverwaltung eingerichtet. Aus der Initiativgruppe ging der Koordinationskreis als zentrales Lenkungsgremium der Lokalen Agenda 21 hervor.
Es entstanden Gruppen in der Lokalen Agenda, die sich über die weitere Entwicklung Sinsheims Gedanken machten und aktiv wurden. Dazu gehörten u.a. die Gruppen Bahnhof, Alternative Energien, Haus der Begegnung, Innenstadt, Internationale Begegnung, Naturschutz, Behinderte helfen sich selbst, Wirtschaft, Frauenbeauftragte und Jugendhaus.
Themen und Zahl der Agenda-Gruppen änderten sich im Laufe der Jahre durch Abschluss von Projekten oder weil einige Themen kein nachhaltiges Interesse mehr fanden.

"Agenda 21" - schon mal gehört?

Das Wort Agenda stammt aus der lateinischen Sprache und heißt übersetzt "Was zu tun ist". Sinngemäß bedeutet Agenda 21 also  "Was für das 21. Jahrhundert zu tun ist". Die Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm für das Leben im 21. Jahrhundert, das auf der UN-Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahre1992 beschlossen wurde. Zu den 179 Unterzeichnerländern gehören Entwicklungsländer und Industrienationen. Auch Deutschland hat sich zu den Zielen der Agenda 21 bekannt.


Nachhaltigkeit

Grundlage der Agenda 21 ist das Prinzip der Nachhaltigkeit (engl. sustainable development). In der Forstwirtschaft - daher kommt dieses Wort - bezeichnet man es als nachhaltige Nutzung, wenn nicht mehr Holz eingeschlagen wird, als durch Wiederaufforstung nachwachsen kann. Auf die menschliche Gesellschaft übertragen heißt das, dass nicht mehr Ressourcen verbraucht werden dürfen, als sich wieder neu bilden. Anders ausgedrückt: Eine nachhaltige Gesellschaft lebt von den Zinsen ihres Kapitals, nicht aber von dem Kapital selbst. Sie ist in der Lage, die Bedürfnisse heute lebender Menschen zu befriedigen, ohne die kommenden Generationen zu gefährden – sie ist zukunftsfähig.


Ganzheitlichkeit

Wichtig dabei ist, dass ökologische, ökonomische und soziale Belange in Einklang gebracht werden müssen. Die Zukunft der Menschheit wird davon abhängen, ob es gelingt, zu einer Wirtschaftsweise zu gelangen, die sich innerhalb der Nutzungsgrenzen des Naturhaushaltes bewegt und dennoch allen Menschen ein lebenswertes Dasein ermöglicht.
In der konkreten Arbeit ist es jedoch häufig notwendig, hier Kompromisse zu schließen. Der Fähigkeit und dem Willen sich zu einigen, kommt daher im Agenda-Prozess eine große Bedeutung zu. Die Mitwirkenden müssen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens kommen. Sie sollten bereit sein, sich selbst zu hinterfragen und sich auf etwas Neues einzulassen.


Global-Lokal

Die Ziele der Agenda 21 sind auf globaler Ebene formuliert worden. Die Umsetzung muss und kann allerdings größtenteils auf lokaler Ebene erfolgen. Die Erarbeitung der Lokalen Agenda hat nicht nur das Ziel, der Gemeinde eine zukunftsfähige Struktur zu geben, der Weg dorthin ist in seiner Form bereits nachhaltig. Die Lokale Agenda 21 ist daher zugleich Prozess und Ziel. Der Auftrag von Rio ist eine Daueraufgabe für Städte und Gemeinden. Nach dem Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung liegt die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung bei uns allen "vor Ort".

Global denken - Lokal handeln!   ist also die Devise, oder mit anderen Worten:
"Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Erde verändern!"  (afrikanisches Sprichwort).    


Agendagruppen

Die Folgekonferenz "Agenda-Tag 2005" zeigte nach 5 Jahren eine sehr positive Bilanz der Arbeit der Lokalen Agenda in und für Sinsheim. Im Jahr 2010 feierte die Lokale Agenda nach 10 Jahren zusammen mit den Sinsheimern ein großes Bürgerfest im Herzen von Sinsheim auf dem Burgplatz.
Inzwischen haben viele Gruppen ihre Projekte abgeschlossen. Aus dem Koordinationskreis ist im Jahr 2014 der Lenkungskreis entstanden.
Zur Zeit sind noch die Agenda-Gruppen Alternative Energien/ökologische Bauweisen und Internationale Begegnung aktiv sowie der Lenkungskreis mit seinen neuen Projektgruppen Radwegenetz und Walderlebnispfad .
 

 
Lokale Agenda
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Wilhelmstraße 14-18
74889 Sinsheim
Tel.: 07261 404-123
Fax: 07261 404-4507


Agenda-Beauftragte:
Gabriele Kovar
Stadtverwaltung Sinsheim
Hauptamt
Wilhelmstr. 14-18

Bürozeiten:
Mo - Mi  8:00 -12:00 Uhr