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50.000 Euro für „Heimat im Alter – im Alter daheim“

Sinsheim ist Preisträger beim Ideenwettbewerb zur Quartiersentwicklung „Quartier 2020“ des Ministeriums für Soziales und Integration

Die Stadt Sinsheim hat sich am Ideenwettbewerb „Quartier 2020“ beteiligt und ist einer der 53 ausgezeichneten Preisträger in Baden-Württemberg. Mit dem Preisgeld von 50.000 Euro wird ein neues Projekt „Heimat im Alter – im Alter daheim“ in Sinsheim ausgezeichnet. Ziel des Projektes mit Fokus auf der Seniorenarbeit ist es, Lebensumfeld und Lebensqualität älterer Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung – ihrem Quartier – zu verbessern. Damit sollen sie möglichst lange selbstbestimmt mit Unterstützung und Pflege gut dort leben können. Als Quartiere werden die 12 Sinsheimer Stadtteile definiert. Aus allen Stadtteilen werden exemplarisch vier Modell-Stadtteile ausgewählt, in denen Quartiersentwicklungsprozesse unter Beteiligung der dort lebenden Bürger gestartet werden. Der Schwerpunkt bei dieser Weiterentwicklung der Stadtteile liegt in der Seniorenarbeit. Davon sollen generationenübergreifend und inklusiv aber alle Ortsteil-Bewohner profitieren. Die Projektaktivitäten werden schon Ende des Jahres 2017 beginnen und ihren ersten Höhepunkt mit einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der baden-württembergischen Heimattage 2020 in Sinsheim haben.
Das Ministerium für Soziales und Integration zeichnet insgesamt 53 innovative Ideen und Konzepte von Kommunen im Land zur Quartiersentwicklung aus. Insgesamt waren 147 Kommunen aus ganz Baden-Württemberg dem Aufruf zum Ideenwettbewerb gefolgt. Die Preisgelder für die 53 ausgezeichneten Ideen belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro. Auszeichnungen gab es in Höhe von bis zu 100.000 Euro.
 

„Fast jede siebte Kommune im Land hat sich beworben. Die enorme Resonanz zeigt, dass wir mit der Quartiersentwicklung ein wichtiges Thema aufgreifen, das die Menschen im Land bewegt und auch von den Verwaltungen bereits auf diversen Ebenen angegangen wird. Ich bin begeistert, auf welche kreative und unterschiedliche Weise das im ganzen Land passiert“, so Minister Manne Lucha, der die Preisträger gemeinsam mit Staatssekretärin Bärbl Mielich bekannt gab.

Unter dem Vorsitz von Staatsekretärin Bärbl Mielich hatte eine dreizehnköpfige Jury die 53 besten Projektideen ausgewählt und prämiert. „Für uns war besonders wichtig, dass die Ideen passgenau für die Situation vor Ort sind, und dass die Bürgerinnen und Bürger direkt in die Entwicklung und Umsetzung der Ideen eingebunden sind“, so Mielich. Die 53 Preisträger des Ideenwettbewerbs kommen aus ganz Baden-Württemberg – den Metropolen, den Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum. Aber nicht nur räumlich sei das Thema im ganzen Land verankert, so Mielich: „Unter den Preisträgern sind ‚alte Hasen‘, die seit mehreren Jahrzehnten Quartiersentwicklung betreiben, aber auch Kommunen, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen und in den Diskurs mit ihren Bürgern eingetreten sind.“ Minister Lucha sagte: „Für uns ist der Ideenwettbewerb ein wichtiger Auftakt, durch den wir viele wertvolle Ansatzpunkte für unsere Landesstrategie ‘Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten‘ erhalten haben – und das nicht nur von den Preisträgern, sondern von allen Kommunen, die einen Beitrag eingereicht haben. Die gesammelten Ideen und Konzepte wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Kommunen im Land laufend weiterentwickeln.“
 
Die Preisträger werden auf einer festlichen Preisverleihung am 23. November 2017 in Stuttgart geehrt. Die Strategie des Ministeriums für Soziales und Integration „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ begleitet und unterstützt Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung von Quartieren vor Ort. Dabei stehen insbesondere die Herausforderungen durch den demografischen Wandel im Mittelpunkt.
 
Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren. Das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.
 
Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Die Landesstrategie soll die Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung von Quartieren vor Ort unterstützen.
 

 

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