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Burg Steinsberg - Kompass des Kraichgaus

Beliebtes Ausflugsziel an der Burgenstraße


A c h t u n g

Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist der Bergfried ab dem 13.02.2017 bis auf Weiteres nicht mehr begehbar. Das Burggelände und das Restaurant sind weiterhin frei zugänglich.


Burg Steinsberg

Weithin sichtbar im Kraichgau erhebt sich stolze Stauferburg mit ihrem einzigartigen achteckigen Bergfried. Erstmalig wurde die Burg Steinsberg in einer Urkunde des Hirsauer Codex im Jahre 1109 erwähnt. Burgherr war Eberhardus von Steinesberg aus dem Geschlecht der Werinharde. Sein letzter Nachkomme wurde vom Dichter Spervogel in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts besungen. Um 1180 ging die reichsunmittelbare Burg in den Besitz der mächtigen Grafen von Oettingen über, die zwischen 1190 - 1220 den Bergfried (Turm) und die Mantelmauer erbauen ließen. Die Bauweise des Bergfrieds aus sorgfältig bearbeiteten Buckelquadern mit vielfältigen Steinmetzzeichen weist Ähnlichkeiten zu staufischen Bauten in Italien auf (Castel del Monte, Apulien und Enna, Sizilien). Der knapp 30 m hohe Bergfried mit rund 4 m dicken Mauern gehört mit seiner regelmäßigen Steinbearbeitung, mit Kamin und Steinbalkendecke zu den schönsten und besterhaltenen seiner Zeit. Friedrich II. ließ durch die Burg Steinsberg wichtige Handels- und Geleitstraßen im Umfeld der Reichsstadt Sunnisheim (Sinsheim) und der Kaiserpfalz Wimpfen sichern. Der Ort Weiler entstand mit der Burg und wurde 1295 im Rentverzeichnis des Stifts von Wimpfen erstmalig erwähnt. Ab 1307 war die Burg im Besitz der Pfalzgrafen bei Rhein, die von hier aus ihre Besitzungen im nördlichen Kraichgau verwalten. Um 1405 unterzeichnete König Ruprecht I. (Kurfürst Ruprecht III., der Enkel des Heidelberger Universitätsgründers) mehrfach Urkunden auf der Burg Steinsberg. In die Zeit der Pfalzgrafen fällt die Erweiterung der Burganlage. 1436 wurden der innere Zwinger, das zweite Tor mit Wehrturm und das dritte Tor fertig gestellt sowie der Palas ausgebaut.

Stauferburg mit einzigartigem achteckigen Bergfried

1517 erwarben Hans Hippolyt und Ludwig von Venningen die Burg. 1525 wurde die Burg während des Bauernkrieges durch den Kraichgauer Haufen unter Führung des Pfarrers Anton Eisenhut gestürmt. Alle Holzteile wurden herausgerissen und im Burghof verbrannt. 2 Jahre später wurde die Burg mit Strafgeldern der Bauern wieder instand gesetzt. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erlebte die Burg wechselnde Besatzungen. 1777 gaben die Herren von Venningen die Burg nach einem Blitzeinschlag endgültig auf. Danach verfiel die Burganlage mehr und mehr. Erst 1792 wurde der Turm durch einen ebenerdigen Eingang zugänglich gemacht. 1973 erwarb die Stadt Sinsheim die Burganlage und rettete sie vor dem drohenden Verfall. Seit dieser Zeit wurden und werden erhebliche Mittel für die Sanierung und Erhaltung der Burg aufgewendet.

Vom Bergfried aus genießt der Besucher einen herrlichen Rundblick. Bei schönem Wetter kann man im Nordwesten den Königstuhl bei Heidelberg, im Nordosten den Katzenbuckel (Naturpark Neckar/Odenwald), im Süden den Stromberg, im Westen Phillippsburg (Pfälzer Wald) und noch viel mehr sehen. Heute ist die einzigartige Burganlage ein beliebtes Ausflugsziel im Kraichgau. Interessante Führungen machen den Besucher nicht nur mit der Baugeschichte, sondern auch mit den Geheimnissen seiner Burgherren vertraut. Erleben Sie die Burg Steinsberg bei einer romantischen Zeitreise auf der Burgenstrasse. Als eine der traditionsreichsten und bekanntesten Ferienstraßen verbindet die Burgenstraße heute mehr als 90 Burgen und Schlösser auf der Strecke von Mannheim in die „Goldene Stadt Prag“. Auch die Burg Steinsberg liegt an dieser Strecke.

Führungen auf der Burg Steinsberg

Burgführungen:
Es finden regelmäßige öffentliche Führungen statt, ebenso kann eine Führung für Gruppen individuell gebucht werden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Burg - Treffpunkt Kultur

Im romantisch - idyllischen Innenhof finden in den Sommermonaten Kulturveranstaltungen statt, wie Burgfestspiele, Theateraufführungen, Konzerte und das Steinsberg-Festival, das über mehrere Tage geht und von Klassik über Rock für jeden Geschmack etwas bietet.

In den ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ist heute ein Restaurant untergebracht. Mit regionalen Spezialitäten oder einem Rittermahl wird für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. (Kontakt: Burgschenke Burg Steinsberg , Tel.: 07261 65266, Mail: burgschenke@burg-steinsberg.de)
Öffnungszeiten und weitere Informationen zum Restaurant finden Sie hier


Wallfahrts-, Andachts- und Hochzeitskapelle

Annakapelle
Annakapelle

Direkt am Fuße der Burg Steinsberg liegt die 1514 erstmals urkundlich erwähnte St. Annakapelle. Im 30-jährigen Krieg und durch Blitzschlag fast vollständig zerstört wurde sie zwischen den Jahren 1689 und 1747 erneuert und um 1763-69 mit barocker Ausstattung versehen. Durch erneuten Blitzschlag sehr stark beschädigt wurde die Kapelle in den Jahren 1946-52 nochmals aufwendig renoviert. Heute ist sie eine weithin bekannte und beliebte Andachts-, Wallfahrts- und Hochzeitskapelle. (Kontakt: Katholisches Pfarramt Angelbachtal und Hilsbach-Weiler - Tel.: 07265 256 oder per E-Mail

Hier können Sie den aktuellen Flyer über die Burg Steinsberg herunterladen:

Flyer Burg Steinsberg (715,8 KB)

Minigolfanlage auf dem Gelände der Burg Steinsberg

Auf dem Gelände der Burg Steinsberg befindet sich eine Minigolfanlage mit 18 Bahnen, die in den Sommermonaten geöffnet ist:
Öffnungszeiten
von Montag bis Samstag 12:00 bis 19:00 Uhr
an Sonn- und Feiertagen 11:00 bis 19:00 Uhr
Bei schlechtem Wetter bleibt die Anlage geschlossen.
Die Nutzung außerhalb der Öffnungszeiten kann auch telefonisch vereinbart werden. Tel. 0160 5085757 oder 07266 1727
Preise
2,00 € für Kinder bis 14 Jahre
3,00 € für Erwachsene

 

Burg Steinsberg

Burgschenke - Bewirtung und Ausblick

Weiler
Steinsberg 1
74889 Sinsheim

Tel.:       07261 65266
E-Mail:   burgschenke@burg-steinsberg.de
Internet: www.burg-steinsberg.de

Burgführungen

Führungen für Gruppen

Zu buchen über:
Stadtverwaltung Sinsheim
Tourismusbüro

Tel.: 07261 404-109
E-Mail-Kontakt