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Am Donnerstag, den 21.02.2019, luden die Stadtbibliothek Sinsheim und die Buchhandlung Doll zu einem zweistündigen mörderischen Krimiabend im städtischen Kulturquartier „Würfel“ ein. Die Veranstaltung war mit 80 Gästen ausverkauft. Die Gestaltung des Abends übernahmen die „mörderischen Schwestern“, ein deutschsprachiges Netzwerk aus rund 500 Autorinnen, die seit 2006 mit ihren mörderischen Kriminalgeschichten ihre Leserinnen und Leser begeistern. Im Jahr 2018 veröffentlichten die „Schwestern“ eine Anthologie mit 25 kriminalistischen Kurzgeschichten, mit denen sie ihre Lesereise bestreiten. Fünf dieser Autorinnen stellten am Donnerstagabend ihre Geschichten dem Sinsheimer Publikum vor. Begleitet wurden die Autorinnen von einer Moderatorin, welche die Verbindungen zwischen den Autorinnen und ihren Geschichten aufzeigte. Untermalt wurden die Pausen zwischen den Krimigeschichten von der Sängerin Sally Grayson, die mit ihrer Stimme, ihrer Gitarre und mit Songs das Publikum begeisterte. Als stimmungsvolle Ergänzung des Abends wurde jede Geschichte mit lautem Herzklopfen und schließlich mit dem Schuss einer Pistole beendet. Natürlich von Band. Den Anfang des Abends machte die Berlinerin Maribel Añibarro, die in ihrer Geschichte einen Wohnungsstreit rigoros beendete. Nach ihr kam die Literaturpreisträgerin Bianca Heidelberg mit ihrer Geschichte „Eintagsfliegen“. Darauf folgte die Kriminalgeschichte „Die gestohlene Zeit“ von Petra Naundorf, in der die Zwillinge Sarah und Lena einen Konflikt auf der eiskalten Rauhe Alb haben. Nach der Pause stellte Gabi Schmid ihre Kurzgeschichte vor, in der zwei Freundinnen in einen Streit über einen Mann geraten, welcher schließlich tödlich endet. Den Abschluss machte die Krimigeschichte „Landleben“, von Mareike Fröhlich, in der sie selbst darum kämpfte, nicht mit ihrer Namensvetterin verwechselt zu werden. Zum Schluss landete sie jedoch in einer Gefängniszelle und blickte in den Lauf einer Waffe.   Am Ende der Veranstaltung bedankte sich die Moderatorin bei den einzelnen Autorinnen, bei den Veranstaltern und beim tollen Publikum. Als Dankeschön überreichte die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Kemmet, jeder der Damen ein kleines Präsent. Dazu bedankte sie sich für den schönen und gelungenen Abend und kündigte eine Wiederholung an. Schließlich verließen die 80 Besucher mit einem Lächeln auf den Lippen das Gebäude in eine schaurig schöne Nacht, hoffentlich ohne weitere Pistolenschüsse.

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550 Gäste vom Vortrag beseelt Benediktinerpater Anselm Grün sprach in der Carl-Orff-Schule – „Nicht zu viel Energie verschwenden in die Fassade“ Sinsheim. Als sich die rund 550 Gäste zum Gebet erhoben, die Hände auf die Brust legten und den Worten des berühmten Paters lauschten, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Anselm Grün sprach in der Sporthalle der Carl-Orff-Schule über Gefühle: über Angst, Eifersucht, Trauer, aber auch über die Möglichkeiten, damit klarzukommen und sogar zu überwinden. Eine restlos ausverkaufte Veranstaltung im Rahmen der Sinsheimer Kulturtage, ein Referent mit einer Aura durchtränkt von Vertrauen, ein Publikum, das an seinen Lippen hing, und am Ende mehr Antworten als Fragen: Der Benediktinerpater und Autor zahlreicher spiritueller Bücher sprach mit sonorer Stimme vom „inneren Kind und zu dem „inneren Kind“. Wie können Angst und Depression verwandelt werden In der Bitte zu Gott, im Gespräch, so der Fingerzeig des Paters. „Dort, wo das Geheimnis Gottes in uns wohnt, sind wir daheim.“ Sätze wie diese, die irgendwo zwischen probater Psychologie, praktisch anwendbarer Religion und einer Spiritualität im reinsten Sinne angesiedelt sind, gaben den vielen, hochaufmerksamen Menschen Werkzeug mit nach Hause. Freilich, der Pater schreibt Bücher wie am Fließband – Stadtbibliothek und Buchhandlung Doll waren mit im Boot -, doch die Klarheit seiner Worte, die Standfestigkeit seiner Botschaft und die Überzeugungskraft einer ruhigen, sanften, ja gültigen Vortragsstils entfachten ihre Wirkung: Beseelte Gesichter am Ausgang, Menschen, die sich mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen Bücher signieren ließen. Die Botschaften des Benediktinerpaters aus dem Kloster Münsterschwarzach sind alltagstauglich und lebendig. Wie umgehen mit der Eifersucht? „Nicht ausagieren“, sondern umwandeln im Gebet. Wie umgehen mit der Angst? Mit ihr sprechen und mit ihr durchlässiger werden für etwas Größeres. Doch woher rührt die Angst? Etwa von übertriebenem Perfektionismus oder von mangelnder Selbstliebe. „Nicht zu viel Energie verschwenden in die Fassade“ , riet Anselm Grün. Und was passiert dann? „Dann bin ich einfach.“ Und was macht man mit der „schwarz gekleideten Dame“, wenn sie anklopft, der Depression? „Lass sie ruhig eintreten, setz dich mit ihr an einen Tisch, denn sie hat dir etwas Wichtiges zu erzählen.“ Dennoch: „So leben, dass sie Sie nicht mehr im Griff hat.“ Mit der Depression sprechen, riet Anselm Grün, und lauschten auf die Botschaft. Gleiches gelte bei Burnout. „Einen neuen Rhythmus im Leben finden“, so die Empfehlung. „Oft sind Depressionen ein Hilfeschreit der Seele gegen übertriebene Selbstbilder.“ Sie seien als Einladung zu verstehen, Abschied nehmen vom Perfektionismus. Und was passiert dann? „Dann bin ich einfach“, so der Pater, der auch davon sprach, „im Einklang zu sein mit sich selbst“, dort nämlich, „wo Schuldgefühle keinen Zutritt haben.“ Als weitere Ursache von Depressionen nannte Grün die „Wurzellosigkeit“, das Fehlen von Verankerung in der Familie, im Glauben oder im eigenen Leben. Die Betrachtung der Familiengeschichte sowie Rituale verschafften dem Menschen jene Wurzeln, die ihm im Leben so viel Halt geben könnten. Von der Verwandlung sprach der Pater häufig: Etwas von einer Scham, die lähme, in eine Scham, die schütze. Denn oft seien Emotionen bedingt durch die Verletzung in der Kindheit: “Jeder trägt in sich ein verletztes Kind, “ so Anselm Grün, der zum Abschied Trost spendete: „Im reinen Sein sind wir im Einklang mit uns.“ (von Christiane Barth) https://www.rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-vortrag-in-sinsheim-550-gaeste-von-benediktinerpater-anselm-gruen-beseelt-_arid,398565.html

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Di   10 - 13 Uhr  und 14 - 17 Uhr
Mi                            14 - 17 Uhr
Do  10 - 13 Uhr  und  14 - 19 Uhr
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Sa  10 - 13 Uhr


Leiterin:

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Daniela Kemmet