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Stadtteil Rohrbach

Vewaltungsstelle Rohrbach

Als „capella et villa Roirbach“ findet der Ort seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1099. In der Gemarkung Osterholz wurden mehrere Hügelgräber aus der jüngeren Steinzeit (2500 – 2000 v.Chr.) entdeckt. Schon früh war der Ort mit dem Kloster Sunnisheim verbunden und stand stets in dessen enger Abhängigkeit. Der Besitz wanderte vom Bis­tum Speyer zu dem von Worms und im Jahr 1427 zu den Her­ren von Venningen. Im Jahre 1806 wurde der Ort badisch. Besonders zu erwähnen ist der Nachdruck der „Churfürst­lichen Pfälzischen Landrechtordnung“ aus dem Jahre 1698.

Wie der gesamte Kraichgau wurde Rohrbach jahrhunder­telang von Verwüstungen und Kriegen heimgesucht. Die vorherrschende Armut und fehlende Erwerbsmöglichkeiten führten in der Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt zur Aus­wanderung. Es ist bekannt, dass zwischen 1834 und 1865 rund 50 Personen nach Nordamerika auswanderten. Rohr­bach blieb bis weit ins 20. Jahrhundert überwiegend land­wirtschaftlich geprägt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden Rohrbach zahlreiche Heimat­vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, aus dem Sudetenland und aus Ungarn zugeteilt, deren Einglie­derung die Gemeinde vor große Probleme stellte. In den Nachkriegsjahren entstanden ausgedehnte Neubaugebiete, und der Ort entwickelte sich von einem bäuerlich gepräg­ten Dorf zu einem Wohnort für Pendler der umliegenden Orte. Von den 1939 gezählten 129 landwirtschaftlichen Voll-erwerbsbetrieben waren gegen Ende des 20. Jahrhunderts nur noch wenige vorhanden.


Sehenswürdigkeiten:

Das Alte Rathaus. Es wurde durch die Herren von Venningen als Rentamt erbaut und beherbergte im Obergeschoss einst auch die katholische Kapelle. Nach 1845 war es erst Rathaus und seit der Gemeindereform bis 2017 befand sich hier die Verwaltungsstelle. Seit 2017 ist die Verwaltungsstelle in der Seniorenwohnanlage integriert.

Die evangelische Kirche wurde 1823 an der Stelle eines Vor­gängerbauwerks erbaut. Das 1859 fertiggestellte evangeli­sche Pfarrhaus, das Bedingung zur Wiedereinrichtung einer Pfarrstelle war, wurde als „eines der prächtigsten Pfarrhäu­ser im Lande“ bezeichnet. Die katholische St. Laurentius Ka­pelle wurde 1966 eingeweiht.

Das Alte Schulhaus neben der evangelischen Kirche wurde 1839 fertiggestellt. Die ehemalige Synagoge kündet von der einstigen jüdischen Gemeinde des Ortes. In dem Gebäude befand sich einst auch die israelitische Schule, deren Schulraum später als Kinder­garten und nach dem Zweiten Weltkrieg als Klassenzimmer diente. Heute ist dies ein Privathaus.

Die Rohrbacher Mühle wurde 1698 vermutlich am Platz ei­ner älteren, in den Kriegen des 17. Jahrhunderts aufgege­benen Mühle erbaut. Die Mühle war viele Generationen im Besitz der Müllerfamilie Holdermann und übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg die Mahlkontingente der kleineren Mühlen im Umkreis. Heute befindet sich dort ein Mehrfa­milienhaus.

Rohrbach hat sich zu einer aufstrebenden attraktiven Wohn­gemeinde entwickelt. Zum einen die Lage inmitten der Na­tur, umgeben von den sanften Hügeln des Kraichgaus sowie dem nahe gelegenen Wald als Naherholungsgebiet, und zum anderen die Nähe zur Autobahn macht Wohnen in Rohrbach sehr begehrt. Im Ort befinden sich der größte städtische Kin­dergarten mit einer Kleinkindbetreuung für Kinder unter drei Jahren und die Grundschule Rohrbach. Der Ort verfügt über ein vielseitiges Vereinsleben mit mittlerweile 14 Ver­einen, das einige Angebote für Jung und Alt bereithält.

 
Wappen Rohrbach

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