Sechs Tage vor dem Auftaktspiel im Berliner Olympiastadion informierten DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, die Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Claudia Roth und Bundesumweltminister a.D. Prof. Dr. Klaus Töpfer in der Bundespressekonferenz in Berlin über die Eckpunkte des in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut entwickelten Umweltprogramms.
Der DFB-Präsident dankt der FIFA, die sich als Veranstalter der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft an den Kosten von “Green Goal“ beteiligt. Zusätzlich unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) werden damit in der Summe eine Million Euro in eine klimafaire und umweltfreundliche Frauen-WM investiert.
Nach Berechnungen des Öko-Instituts entstehen durch die Ausrichtung des Turniers rund 40.000 Tonnen Treibhausgase. Greifen alle Maßnahmen der Kampagne, kann diese Menge aber deutlich reduziert werden. Um die trotz aller Anstrengungen nicht vermeidbaren CO2-Emissionen auszugleichen, werden nachhaltig wirkende Klimaschutzprojekte in Mali, Ghana, Nicaragua, Honduras und Indien gefördert. Die Projekte entsprechen dem höchsten Standard für Klimaschutzprojekte, dem sogenannten „Gold Standard“.
Claudia Roth, Sprecherin des WM-Umweltbeirats, hebt die enormen Einsparpotenziale bei sportlichen Großveranstaltungen hervor. Zugleich könne der Fußball durch Vorbilder und gute Beispiele den Umweltgedanken transportieren – zu den Zuschauern auf den Tribünen, an den Fernsehbildschirmen und in die Vereine. Claudia Roth: „Mich freut es sehr, dass das Green Goal 2011 auch die Fans mit einbezieht.“ Wichtige Aspekte des Konzepts sind unter anderem die umweltfreundliche Anreise der Zuschauer mit Bus und Bahn, der sparsame Umgang mit Wasser und das Vermeiden von Abfall. „Diese WM soll keine Einzel-Episode bleiben: Nach der WM werden wir den Umwelt- und Klimaschutz auch in die Vereine spielen“, erklärt Roth, die sich für dieses Ziel als Beauftragte für Umwelt und Klima in der neuen Kommission Nachhaltigkeit des DFB einsetzt.
Auch der frühere Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Prof. Dr. Klaus Töpfer, unterstützt als Mitglied des WM-Umweltbeirats „Green Goal 2011“Persönlich. Prof. Töpfer begrüßt dabei die enge Einbindung der Stadienbetreiber, um dadurch auch Akzente für die Zeit nach der WM zu setzen. „Durch die Einführung des Umweltmanagement¬systems ÖKOPROFIT ist der Energie- und Ressourcenschutz in die Unternehmenspolitik der Stadien eingegangen und dort fest verankert worden. Das Programm wird auch nach der WM im normalen Ligabetrieb positiv weiter wirken. Diese gezielt langfristige Ausrichtung ist neu bei Umweltkonzepten von Sportgroßveranstaltungen“. Durch Investitionen der Stadionbetreiber von insgesamt 710.000 Euro für umwelt- und ressourcenschonende Maßnahmen, können so jährlich rund 300.000 Euro eingespart werden.

