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Till Hausmann
„Zu Wasser, zu Lande und in der Luft“
Standort: Postgarten
Entstanden: 1986 beim Bildhauer-Symposion
Material: Eichenholz
Größe: 550 cm Höhe
Schnitzwerkzeuge und Schleifpapier sind nichts für den in Schwelm geborenen Till Hausmann. An ihre Stelle tritt die Kettensäge. Ohrenbetäubender Lärm und Berge von Sägespänen kennzeichnen die Wirkungsstätten dieses Künstlers.
Aus fünf Metern deutscher Eiche erschuf Till Hausmann eine Skulptur, die an waghalsig aufeinander gestapelte Bauklötze erinnert. Senkrecht wie eine Säule steht die Skulptur auf dem Postgarten-Gelände – die Äste und die Wurzeln sauber abgetrennt. Den Künstler inspirieren die Silhouetten „einfacher“ Fabrikarchitektur wie beispielsweise rauchende Schornsteine und bunkerhafte Häuserblocks, welche Wachstum und Fortschritt, aber auch Umweltverschmutzung und Arbeitslosigkeit suggerieren. Der Künstler verfolgt die Intention, die festgelegten Assoziationsketten stereotyper Symbole spielerisch zu sprengen. Der Bildhauer wirbelt die Elemente durcheinander und löst so ihre Bedeutung auf.
Der Titel „Zu Wasser, zu Lande und in der Luft“ der hölzernen Skulptur bezieht sich auf den Slogan des Auto- & Technik Museums in der Kraichgau-Stadt. Die Skulptur: ein bemalter Totempfahl vielleicht für einen Tanz um die vergötzte Technik.

